Deutscher Automaten-Verband e.V. (DAV) NRW und Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) luden zum Parlamentarischen Abend in den Düsseldorfer Rheinturm

Mehr als 120 Gäste aus Politik, Verwaltung und Suchthilfe tauschten sich mit den anwesenden Branchenvertretern über die aktuelle Regulierung in Nordrhein-Westfalen und die Lage rund um den Glücksspielstaatsvertrag aus. Neben Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, begrüßten DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstand Horst Hartmann die zahlreich anwesenden Abgeordneten aus dem Nordrhein-Westfälischen Landtag und weitere Gäste.

Mit Blick auf die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche stellte Georg Stecker in seinem Grußwort eine Schieflage innerhalb der gegenwärtigen Glücksspielregulierung fest: „Konsumenten fehlt das Unrechtsbewusstsein, wenn sie im Internet Glücksspielangebote nutzen, da mittlerweile fast alle Alltagsdinge online geregelt werden. Und die Abstandregelungen zwischen Spielhallen machen daher jetzt schon keinen Sinn, wenn die gleichen Spiele online angeboten werden und damit auf jedem Smartphone und an jedem Ort verfügbar sind!“ Für Stecker kommt nur ein kompletter Neuanfang durch einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach strengen Qualitätsmaßstäben in Frage. In dieser Diskussion komme Nordrhein-Westfalen eine herausragende Position zu. Zur Situation in NRW forderte Stecker Landtag und Landesregierung auf, den begonnenen Prozess rund um die „Zukunftsfähige Spielhalle“ wieder aufzunehmen, um den Spielgästen die Faszination des Spiels in einem geschützten Rahmen und den legalen Unternehmen der Automatenwirtschaft eine planbare Zukunft zu sichern.

Andreas Kötter, Sprecher der Geschäftsführung von WestLotto, brachte in seinem Grußwort die gegenwärtige Regulierungsdiskussion auf den Punkt: „Es geht nicht um die Frage ‚Staat gegen Privat‘, sondern um die Frage ‚legal gegen illegal‘!“ In der Digitalisierung sieht er nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, etwa durch neue Vertriebswege für Glücksspielprodukte. WestLotto sieht er in der Verantwortung, sich der Herausforderung der Digitalisierung zu stellen.

Neben biometrischen Zugangssystemen für Spielhallen und Automaten in der Gastronomie, konnten die Gäste einen Ausflug in virtuelle Welten machen. In verschiedenen Spielmodi testeten sie ihre eigenen und die virtuellen Grenzen aus. Die Gäste hatten darüber hinaus die Möglichkeit, an einem Kicker-Turnier teilnehmen. Die vier besten Mannschaften gewannen je einen Kickertisch, der für einen sozialen Zweck gespendet wird. Das Kicker-Turnier wurde begleitet von dem bekannten ehemaligen Bundesliga-Trainer Falko Götz, der durch Vermittlung von DAV-Vorstand Wolfgang Pütz gewonnen werden konnte.

Foto: V.l.n.r.: Steffen Stumpf (Geschäftsführer Westdeutsche Spielbanken/Westspiel), Georg Stecker (Sprecher des Vorstandes des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft), Horst Hartmann (Vorstandsmitglied DAV), Christoph Dammermann (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie), Andreas Kötter (Sprecher der Geschäftsführung Westlotto), Karl Besse (Ehrenvorsitzender DAV)