Spielhallen in Berlin – Neues Gesetz fördert das illegale Glücksspiel

10.02.2016 – 10:37 Uhr, Die Deutsche Automatenwirtschaft

Berlin (ots) – Vertreter der Fraktionen von SPD und CDU stellen heute in einer Pressekonferenz eine Gesetzesinitiative vor, mit der das Landesspielhallengesetz weiter verschärft werden soll. Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) reagiert darauf mit Unverständnis. Vorstandssprecher Georg Stecker: „Das geltende Landesspielhallengesetz in Berlin ist verfassungswidrig. Anstatt es jetzt zu verbessern, zementiert der Senat die Verfassungswidrigkeit noch weiter.“

Dies sei völlig unverständlich, weil auch die neue Gesetzesinitiative genau das Gegenteil von dem erreiche, was politisch gewollt sei. „Seriöse verbraucherschützende Spielhallen werden geschlossen, während die Illegalität in Berlin Auftrieb bekommt“, so Stecker.

Im Sommer 2016 endet die Übergangsfrist des Spielhallengesetzes in Berlin, nach dessen Inkrafttreten jetzt der größte Teil der konzessionierten ordentlichen Spielhallen schließen müssen. Ziel des geltenden Gesetzes wie auch der Gesetzesinitiative ist es, die Spielsucht durch eine drastische Reduzierung der Anzahl von Spielhallen einzudämmen. So soll der Abstand zwischen Spielhallen nicht mehr weniger als 500 Meter betragen. Auch zu Jugendeinrichtungen soll es einen Mindestabstand geben. Spielstandorte mit mehr als acht Spielgeräten sollen sogar ganz verboten werden. „In Zeiten massenhafter Spielangebote im Internet und des blühenden illegalen Glücksspiels in Berliner Hinterzimmern ist diese Beschneidung des legalen und gut kontrollierten Automatenspiels der falsche Weg“, gibt der Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft zu bedenken. Wenn das Landesspielhallengesetz so umgesetzt wird wie geplant, treibt es die Spielgäste in die Illegalität. Ohne Rücksicht auf ihre Qualität soll nur die Anzahl der Spielangebote reduziert werden. „Das ist so, als würde man mit dem Rasenmäher Unkraut jäten,“ kommentiert Georg Stecker.

Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. fordert von der Berliner Politik, auf qualitative Maßstäbe anstatt auf willkürliche Abstandsregelungen und ebenso willkürliche Beschränkungen der Größe von Spielhallen zu setzen. Der Vorsitzende Thomas Breitkopf fordert konkret: „Nur eine Spielstätte, die aktiven Spieler- und Verbraucherschutz betreibt, sich an Recht und Gesetz hält und das Sozialkonzept überzeugend praktiziert, soll auf dem Markt des gewerblichen Automatenspiels Bestand haben.“

Man habe in dieser Hinsicht schon große Initiativen entwickelt. „Schon heute lassen wir uns sehr streng auf die Finger schauen und unsere Spielstätten von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren. Hier werden die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der gelebte Spielerschutz regelmäßig geprüft“, ergänzt DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker

In Berlin boomt das unseriöse wie auch das illegale Spiel in so genannten Café-Casinos, in Sportwettbüros und Hinterzimmern. Ganze Straßenzüge und Stadtteile werden dadurch beherrscht. All diese Angebote werden durch das verfassungsrechtlich bedenkliche neue Berliner Spielhallengesetz nicht erfasst, ja geradezu gestärkt. Hinzu kommt, dass durch den Wegfall des überwiegenden Teils aller legalen Spielstätten der Hauptstadt Vergnügungssteuereinnahmen von rund 40 Millionen Euro entgehen. Einnahmen, die den Haushalten für viele wichtige Aufgaben fehlen.

„Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, die bisherigen Regulierungsansätze zu überdenken und qualitative Maßstäbe über den Verbleib von Spielstätten entscheiden zu lassen,“ so Georg Stecker und Thomas Breitkopf. „Wir wollen uns nicht mit einer Klagewelle gegen die aus unserer Sicht verfassungswidrigen Gesetze wehren müssen. Zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern wollen wir an einem Spielhallen-Konzept für die Zukunft arbeiten, das dem Spielbedürfnis der Berliner gerecht wird und einen höchstmöglichen Verbraucher- und Spielerschutz bietet.“

„Legal nicht egal“ – Deutsche Automatenwirtschaft startet neue bundesweite Aufklärungskampagne

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft startet heute in Nordrhein-Westfalen seine dritte bundesweite Aufklärungskampagne. Mit Plakaten, TV- und Radiospots, Anzeigen, Onlinebannern und auf zahlreichen weiteren Kanälen will die Deutsche Automatenwirtschaft Ihre Verantwortung und ihren Einsatz für ein legales geregeltes Spiel und für einen aktiven Spieler – und Jugendschutz erneut deutlich machen.

Kein Spiel ohne Regeln – das ist die Kernbotschaft des „Drei-Wort-Ansatzes“ der neuen Kommunikation. Der Ansatz nutzt die typischen Spielwalzen, die dem Logo der Deutschen Automatenwirtschaft entstammen. In auffälligem Korall-Rot setzt er dabei ein klares Signal und kommuniziert eingängige und greifbare Aussagen, ganz spielerisch und ohne dabei zu belehren.

Das Hauptmotiv „Legal nicht egal“ macht klar, dass in legalen Spielhallen klare Regeln zum Schutz der Spielerinnen und Spieler gelten.

Mit weiteren Slogans wie „Nur ab 18“ und kein Bier hier“ erklärt die Deutsche Automatenwirtschaft, dass in Spielhallen nur Erwachsene spielen dürfen und der Ausschank und Verzehr von Alkohol streng untersagt ist. Die Kunden sollen mit klarem Kopf spielen – dies ist nur eine der Botschaften der neuen Kampagne.

 „Unser Anliegen ist es, die Bevölkerung über die gesetzlichen Regeln aufzuklären, damit auch sie legale und illegale Angebote besser unterscheiden können. Wir wollen nicht mit illegalen Glücksspielanbietern in einen Topf geworfen werden und treten selbst aus eigener Überzeugung für einen wirksamen Verbraucherschutz ein. Wir klären darüber auf, was eine legale, eine gute Spielhalle ausmacht. Nur in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten und die den Verbraucherschutz ernst nehmen, können Spielgäste gut und vor allen Dingen sicher spielen“,

erklärt Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft.

Doch die Kampagne dient nicht nur der Aufklärung über Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen. Auch die Rolle der Deutschen Automatenwirtschaft als Arbeitgeber und Ausbilder für junge Menschen wird mit dem Slogan „Viele gute Jobs“ thematisiert. Unter dem Dach der Deutschen Automatenwirtschaft sind über 70.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt – mehrere hundert Jugendliche machen derzeit eine Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau.

Nach dem Start der Kampagne in Nordrhein-Westfalen folgen in den kommenden Tagen und Wochen weitere Bundesländer – zunächst Plakate in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Berlin. Parallel dazu werden ab dem 19. Oktober in den jeweiligen Bundesländern Werbespots bei privaten Radiosendern wie beispielsweise den NRW-Lokalradios, Antenne Niedersachsen oder 104.6 RTL Berlins Hit Radio laufen. Die Plakate werden vor allem an zentralen Knotenpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Markplätzen zu sehen sein.

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CDU Mittelstands – und Wirtschaftsvereinigung MIT in NRW: Klaus-Dieter Leßmann erneut in Vorstand gewählt

Mehrere hundert Delegierte und prominente Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besuchten am vergangenen Wochenende die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Nordrhein-Westfalen im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. Automatenunternehmer und Vorstandsmitglied im FORUM für Automatenunternehmer in Europa, Klaus-Dieter Leßmann, wurde dabei erneut in den Vorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung gewählt. Leßmann führt die SL-Automaten GmbH und Co.KG in Höxter und wird für zwei weitere Jahre Mitglied des MIT-Landesvorstands sein.

Die 8000 CDU-nahen Unternehmer diskutierten neben einem Leitantrag zum Thema Industriepolitik auch viele weitere aktuelle Themen. Hauptredner waren neben dem NRW-Landesvorsitzenden der CDU, Armin Laschet, auch der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier, und der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger.

Von links n. rechts: Automatenunternehmer u. MIT-Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Leßmann u. MIT-Landesvorsitzenden Hendrick Wüst (MdL)

Von links n. rechts: Automatenunternehmer u. MIT-Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Leßmann u. MIT-Landesvorsitzenden Hendrick Wüst (MdL)

Hessische Leitlinien für eine zeitgemäße Glücksspielregulierung Vorbild für andere Bundesländer

Deutsche Automatenwirtschaft begrüßt Vorstoß der Hessischen Landesregierung
Nur Qualität garantiert wirksamen Verbraucherschutz

Der Vorstoß der Hessischen Landesregierung mit den „Leitlinien für eine zeitgemäße Glücksspielregulierung“ ist eine glücksspielpolitische Kehrtwende, auch für das gewerbliche Automatenspiel. Damit nimmt man Abschied von der quantitativen Angebotsbegrenzung und wendet sich qualitativen Maßstäben zu. Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft: „Nur so – und da hat die Hessische Regierung Recht – kann man den sich immer weiter verbreitenden illegalen Spielangeboten wirksam entgegentreten“.

Die Deutsche Automatenwirtschaft sieht darin die einzige Chance für einen wirksamen Verbraucherschutz gegenüber unregulierten und illegalen Angeboten.
Deswegen unterwerfen sich die Unternehmen der Deutschen Automatenwirtschaft auch der strengen Prüfung durch unabhängige TÜV-Organisationen. Wer die strengen Spielerschutz-Anforderungen nicht einhält und die hohen qualitativen Standards nicht erreicht, hat aus der Sicht der Deutschen Automatenwirtschaft in Zukunft nichts auf dem Markt des gewerblichen Automatenspiels zu suchen. So werden nur noch verlässliche und sozial verantwortliche Spielangebote dem Kunden angeboten.
Die Deutschen Automatenwirtschaft begrüßt ausdrücklich die Qualitätsmaßstäbe und hält diese den willkürlich gesetzten Abstandsregelungen zwischen Spielhallen, der Angebotsbegrenzung auf Kleinstspielhallen und sonstigen rein quantitativen Beschränkungen gegenüber für weit überlegen:

„Wer es mit dem Spielerschutz ernst meint, muss auf Qualität setzen. Ich fordere die anderen Bundesländer auf, den guten Impuls aus Hessen parteiübergreifend aufzugreifen und schnellstmöglich umzusteuern. Damit können Fehlentwicklungen endlich korrigiert werden“,

so DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker.

Die Deutsche Automatenwirtschaft zu Gast auf dem Landesparteitag der CDU-Rheinland-Pfalz

In einem Gespräch im Rahmen des Landesparteitages der CDU Rheinland-Pfalz in Frankenthal haben sich Julia Klöckner, die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin der rheinland-pfälzischen CDU, und Vertreter der Deutschen Automatenwirtschaft für die Stärkung des legalen geregelten Spiels und ein engagiertes Eintreten gegen illegale Missstände ausgesprochen.

Für den Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. war Länderreferent Christian Quandt vor Ort, für den Deutschen Automaten-Großhandels-Verband (DAGV) dessen Geschäftsführer Rechtsanwalt Jörg Meurer und für den Automaten-Verband Rheinland-Pfalz Vorstandsmitglied und Manipulationsschutzbeauftragter Ralf Bastian.

Neben dem Austausch mit Julia Klöckner konnten auch viele interessante Gespräche mit weiteren Entscheidungsträgern aus Bund, Land und Kommunen geführt werden. Elisabeth Gräff, die CDU-Spitzenkandidatin für den Wahlkreis Bingen und Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, zeigte dabei reges Interesse an den Anliegen der Deutschen Automatenwirtschaft. Themen waren unter anderem das neue Landesglücksspielgesetz, die Zukunft der Branche durch die Auswirkungen des Glücksspieländerungsstaatsvertrages und die Vergnügungssteuer.

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Für Julia Klöckner, die auf dem Parteitag zur CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2016 gewählt wurde, und für ihre Mitarbeiter in der Landesgeschäftsstelle in Mainz, soll es bald einen Kickertisch der Deutschen Automatenwirtschaft geben.

Dieser wurde umgehend am darauffolgenden Montag bestellt. Julia Klöckner und ihre Mitarbeiter haben somit künftig in der Mittagspause oder nach Feierabend, einen Ausgleich zum anstrengenden Wahlkampf in Rheinland-Pfalz.

Aktionstag gegen Glücksspielsucht – Bundesdrogenbeauftragte betont Verantwortungsbereitschaft der Automatenbranche

Anlässlich des heutigen, bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht äußerte sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Frau Marlene Mortler (MdB), in einer Pressemeldung über die Gefahren von unseriösen und nicht lizensierten Spielanbietern, beispielsweise im Internet. Dass sie dabei die gleiche Position vertritt wie die Deutsche Automatenwirtschaft verwundert nicht, ist der Verband doch schon länger mit verschiedenen politischen Vertretern im Gespräch und hat mehrfach auf die Gefahren nicht lizensierter und nicht kontrollierter Anbieter hingewiesen.

Marlene Mortler: „Prävention muss breit angelegt sein und transparent wirken. Alle Beteiligten müssen die Risiken thematisieren und aufklären. Ich bin daher sehr froh, dass auch die Automatenwirtschaft ihrer Verantwortung nachkommen will und aktuell dabei ist, ihr Sozialkonzept zu aktualisieren. Hier geht es um eine transparente Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben, aber auch ganz konkret um präventiven Spielerschutz und Informationen für Betroffene.“

Der Vorstandsprecher der Automatenwirtschaft, Georg Stecker, dazu:

„Ich freue mich, dass die Drogenbeauftragte der Bundesregierung in ihrem wichtigen Einsatz gegen die Spielsucht den Beitrag der Deutschen Automatenwirtschaft anerkennt. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mit der Politik auch weiter unserer Verantwortung nachkommen und das Thema Prävention und Spielerschutz vorantreiben. Dafür steht die Deutsche Automatenwirtschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung.“

Länderreferenten verstärken Arbeit der Deutschen Automatenwirtschaft in den Bundesländern

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. hat seit Mitte April drei neue Referenten für die Länderarbeit. Diese berichten in ihrer neu geschaffenen Position an den Vorstandssprecher des Dachverbandes, Georg Stecker. Ihre Aufgabe ist die Unterstützung der politischen Arbeit der Branche in den Ländern einschließlich der Unterstützung der Landesverbände.

Nico Ernstberger

Nico Ernstberger

Nico Ernstberger, Jahrgang 1977, kommt neu aus Köln zur Automatenwirtschaft. Dort war er bis Mitte September 2015 Pressesprecher der Oberbürgermeisterkandidatin. Davor war er für verschiedene Abgeordnete der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter tätig. Als Referent für Länderkommunikation unterstützt Nico Ernstberger die politische Arbeit der Automatenwirtschaft in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

 

 

 

Christian Quandt

Christian Quandt

Christian Quandt, Jahrgang 1982, leitete vor seiner Tätigkeit bei der Deutschen Automatenwirtschaft unter anderem das Wahlkreisbüro der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU) in Wiesbaden und war Bundeswahlkreisgeschäftsführer der CSU Rosenheim. Als Referent für Länderkommunikation unterstützt er die politische Arbeit in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

 

Norman Ilsemann

Norman Ilsemann

Norman Ilsemann, Jahrgang 1986, sammelte nach seinem Studium der Europawissenschaften, Soziologie und Sozialpolitik in Maastricht und Utrecht, erste berufliche Erfahrungen beim niedersächsischen Landesverband der SPD. Dort war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Wahlkampfteam des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil. Zuletzt war er bei Doris Schröder-Köpf, der niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, als Persönlicher Referent tätigt. Herr Ilsemann wird sich unterstützend auf die Bundesländer: Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein konzentrieren.

Georg Stecker: „Kampf gegen Scheingastronomie fördert Spielerschutz, nicht der Angriff auf die ordentliche Gastronomieaufstellung“

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. sieht die Forderungen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), und der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht in Nordrhein-Westfalen nach einem kompletten Verbot von Geldspielautomaten in Gaststätten kritisch und wenig zielführend im Sinne eines wirksamen Spieler- und Jugendschutzes. Gleichzeitig fordert der Dachverband einen wirksamen Vollzug der Behörden gegen Scheingastronomie und unkontrollierte Café Casinos.

„Man muss hier ganz klar unterscheiden zwischen legalen ordentlich geführten Gaststätten, in denen es seit Jahrzehnten eine sozial kontrollierte Automaten-Aufstellung gibt, und der unkontrollierten Scheingastronomie. Gerade durch ein geregeltes Spielangebot in der ordentlich geführten Gaststätte mit hoher sozialer Kontrolle wird das wirklich problematische illegale Spiel in der Scheingastronomie und in Hinterzimmern eingedämmt und aktiver Jugend- und Spielerschutz praktiziert“, erklärt der Vorstandsprecher des Dachverbandes, Georg Stecker.

In ordentlichen Eckkneipen und Wirtshäusern finde seit den 50er Jahren legales und kontrolliertes Spiel unter den Augen des verantwortungsvollen Gastwirts statt. Zum Problem der Scheingastronomie fordert Stecker: „Die neue Spielverordnung gibt den Kommunen ein wirksames Instrument zum Vollzug gegen Scheingastronomie und Café Casinos an die Hand. Wir würden uns wünschen, dass die Behörden endlich härter durchgreifen“.

Auch der Forderung nach Einführung einer Sperrdatei in weiteren Bundesländern, wie es in Hessen bereits der Fall ist, steht Die Deutsche Automatenwirtschaft skeptisch gegenüber: „In Hessen beobachten wir, dass Kunden vom Sperrsystem Oasis Gebrauch machen. Gleichzeitig sind die Vergnügungssteuer-Einnahmen der Kommunen konstant geblieben. Man kann also davon ausgehen, dass diese Kunden nicht aufgehört haben zu spielen, sondern in die Illegalität beziehungsweise in die Scheingastronomie abgewandert sind. Das bereitet uns große Sorge, ebenso die mangelnde Anschluss-Fürsorge für die ausgesperrten Kunden. Das hessische Sperrsystem ist jedenfalls kein Allheilmittel gegen die Spielsucht“, erklärt Vorstandsprecher Georg Stecker.

Ein wirksamer Jugend- und Spielerschutz werde durch die Forderung nach Prohibition nicht gefördert. „Wir stehen jederzeit für Gespräche und gemeinsame Initiativen zur Verfügung, um den wirksamen Spieler und Jugendschutz effektiv zu verbessern“, so Stecker abschließend.

Deutsche Automatenwirtschaft begrüßt Vollzug bei der Bekämpfung von illegalem Glücksspiel

Die deutsche Automatenwirtschaft begrüßt es, dass die in den letzten Tagen bekanntgewordenen Softwaremanipulationen bei Geldspielgeräten rückhaltlos aufgeklärt werden. „Wir treten für das legale und sichere Spiel ein, im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes“ so Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes der Deutschen Automatenwirtschaft, „weil nur das legale Spiel die Spieler vor betrügerischen Machenschaften schützen kann.“

Wie jede andere Branche sei auch die Automatenwirtschaft nicht vor Kriminellen gefeit. „Aber es ist existenziell wichtig für unsere Branche, unsere Spieldienstleistung sauber zu halten“, so Stecker weiter. „Unsere Branche lebt von dem Vertrauen der Kunden in unsere Zuverlässigkeit.“

Wenn dieses Vertrauen erschüttert werde, gerate die Basis für das Automatengeschäft ins Wanken. Allein schon deswegen sei die Automatenwirtschaft bereit, die Strafverfolgungsbehörden bei der Aufklärung der aktuellen Manipulationsvorwürfe zu unterstützen.

Eine stabile Vertrauensbasis sei aber nicht nur im Verhältnis der Branche zu ihren Kunden, sondern auch gegenüber Verwaltung und Politik notwendig. „Gerade in dieser Beziehung wollen wir noch mehr tun als bisher“, erklärt der Sprecher der Deutschen Automatenwirtschaft.

In diesem Sinne begrüße die Deutsche Automatenwirtschaft ausdrücklich, dass die neue Spielverordnung vorsieht, dass bei allen Geräten vor ihrer Marktzulassung die Einhaltung von Sicherheitsstandards im Sinne des Manipulationsschutzes nachgewiesen werden muss. Die Lücke, die sich bei dem aktuellen Manipulationsfall gezeigt habe, wird damit geschlossen.

„Wir hoffen, dass kriminelle Angriffe auf die Spielsoftware durch die gesetzlich vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen, die teilweise jetzt schon freiwillig von Herstellern in die Geräte eingebaut werden, schon bald voll und ganz der Vergangenheit angehören“, erklärt Georg Stecker vom Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft.

Hamburger Senat will legale Spielhallen in städtischen Gebäuden verbieten – Gäste werden in die Illegalität getrieben

Berlin (ots) – Legale, gewerbliche Spielhallen sollen in Hamburg künftig noch stärkeren Regulierungen unterworfen werden. Städtische Unternehmen sollen Gewerbeflächen in Zukunft nicht mehr an Geschäftsleute vermieten, die Glücksspielautomaten aufstellen oder Wettbüros betreiben.

Die SPD-Fraktion hatte dazu einen entsprechenden Antrag in der Hamburger Bürgerschaft eingebracht, der in der vergangenen Woche verabschiedet wurde. Die offizielle Begründung für das Gesetz lautet, dass Spielsucht verhindert und der Jugend- und Spielerschutz gewährleistet werden sollen.

„Während konzessionierte, legale Spielstätten dadurch immer mehr aus dem Stadtbild verschwinden werden, wandern die Kunden verstärkt in gesetzeswidrige Hinterzimmer-Casinos und ins unkontrollierte Online-Spiel ab. Hinzu kommt, dass ordentliche Gewerbetreibende, die sich an Recht und Gesetz halten, durch solche Maßnahmen diskriminiert werden“, erklärt Georg Stecker, Vorstandsprecher des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.

„Nur durch ein geregeltes Angebot in der Fläche, wird das illegale Spiel in Hinterzimmer und im Internet eingedämmt und der Jugendschutz praktiziert“, so Stecker weiter.

Der Sprecher des Vorstands der Deutschen Automatenwirtschaft stellt außerdem fest: „Die sich an Gesetze und Regeln haltenden, ordentlichen Aufstell-Unternehmen, die sich für einen guten und effektiven Spieler-und Jugendschutz einsetzen, müssen geschützt und nicht bestraft werden. Einem ordentlichen, sich an Regeln und Gesetze haltenden Unternehmer Räume zu verwehren, die der Allgemeinheit gehören, ist schon ein ungeheuerlicher Skandal!“

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