Corona-Krise: Deutsche Automatenwirtschaft fordert rasche Hilfe für 6.000 Unternehmen und 70.000 Mitarbeiter

17. März 2020. Durch die bundesweite Schließung von Spielhallen und gastronomischen Betrieben sind die Unternehmen der Automatenwirtschaft in eine existenzbedrohende Notlage gekommen. Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., zu den Konsequenzen für die Branche: „Die rund 6.000 Unternehmen der Automatenwirtschaft in Industrie, Großhandel und vor Ort in den Spielhallen und gastronomischen Betrieben sind wirtschaftlich akut bedroht und mit ihnen 70.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.“

„Die Umsätze sind bereits in den vergangenen Wochen zurückgegangen, nun fallen Einnahmen gänzlich weg. Doch Löhne und Gehälter, Mietverträge und andere Verpflichtungen laufen weiter“, so Stecker. „Das ist fatal, sowohl für die kleinen und mittleren Familienunternehmen wie auch für die Industrieunternehmen mit vielen Tausend Arbeitsplätzen. Es drohen Insolvenzen ansonsten gesunder Betriebe“, befürchtet Stecker, der den Maßnahmenkatalog der Bundesregierung begrüßt, jedoch weitere Maßnahmen fordert: „Wir brauchen jetzt unkonventionelle Sofortmaßnahmen, die rasch Wirkung zeigen und die Unternehmen entlasten. Notwendig sind jetzt schnelle, effektive Liquiditätshilfen mit einer 100-prozentigen Haftungsfreistellung und mit einer langjährigen Tilgung für ausnahmslos alle Unternehmen der Automatenwirtschaft.“

Denkverbote dürfe es angesichts der dramatischen Lage nicht geben. „Hunderte von Verwaltungsverfahren, wie zum Beispiel die Umsetzung des sogenannten Mindestabstandsgebots und des Verbots von Mehrfachkonzessionen, sollten mit sofortiger Wirkung ausgesetzt werden “, fordert der DAW-Vorstandssprecher. „Auch steuerliche Entlastungsmaßnahmen sind zwingend notwendig“, so Stecker.

Mit Blick auf den Jugend- und Spielerschutz erklärt Stecker besorgt: „Es ist erkennbar, dass Verbraucher in illegale Online- Casinos abwandern, die keinen mit Spielhallen oder den ordentlichen Gastronomiebetrieben vergleichbaren Spieler- und Jugendschutz bieten.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Automatenunternehmen. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.
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Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag: Deutsche Automatenwirtschaft sieht Länder in der Gestaltungspflicht

12. März 2020. Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben im Rahmen der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz den Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRStV) beschlossen. Demnach gilt, dass zwischen Spielhallen ein Mindestabstand einzuhalten ist und Mehrfachkonzessionen verboten sind. In allen Ländern können Spielhallen jedoch vom Verbot der Mehrfachkonzessionen befreit werden, wenn sie bestimmte Qualitätskriterien erfüllen.

Dazu Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW):

„Dass bei der Regulierung des gewerblichen Automatenspiels erstmals Qualitätskriterien zum Zuge kommen sollen, ist eine gute Nachricht für die legalen Spielangebote und den Spielerschutz. Eine komplette Abkehr von der verfehlten Regulierung nach quantitativen Kriterien ist aber ausgeblieben. Für einen wirksamen Spieler- und Jugendschutz müssen die Länder nun von ihren Kompetenzen Gebrauch machen und bei der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages den eingeschlagenen Weg der qualitativen Regulierung konsequent weiterverfolgen. Wir werden bei unserem Angebot selbstverständlich weiterhin auf Qualität setzen.“

Und weiter:

„Die Qualität des Angebots entscheidet beim Spieler- und Jugendschutz, nicht die Anzahl der aufgestellten Geräte oder der Abstand der Spielhalle zu nächsten. Zudem sind Mindestabstände bei Spielhallen nun absurder denn je, da bisher illegale virtuelle Automatenspiele und Online-Casinos erlaubt werden.“

Stecker betont:

„Als Deutsche Automatenwirtschaft begrüßen wir die Einführung einer bundesweiten und spielformübergreifenden Sperrdatei als wichtigen Beitrag für einen wirksamen Spielerschutz.“

Hintergrund:
Mit der Qualitätsinitiative der Deutschen Automatenwirtschaft hat der Dachverband über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus Maßnahmen ergriffen, die den Spieler- und Jugendschutz beim gewerblichen Automatenspiel weiter stärken. Der DAW spricht sich für die gesetzliche Verankerung von Spielhallen-Zertifizierungen und die Einführung eines bundesweit einheitlichen biometrischen Zugangssystems aus, mit dem Selbstsperren sicher umgesetzt werden können.

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Anhörung zum Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag

Am 19. Februar fand in der Staatskanzlei Düsseldorf die Anhörung zum Entwurf der Länder für den Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag (GlüNeuRStV) statt. In einer nicht-öffentlichen Anhörung wurden Experten aus über 50 Verbänden und Institutionen gehört. Die Positionen des gewerblichen Automatenspiels vertraten Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e. V. (DAW), Thomas Breitkopf, Präsident Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) und Dirk Fischer, Vorstand Fachverband Spielhallen e. V. (FSH).

Die Branchenvertreter begrüßten, dass der Entwurf der Länder erste Schritte in Richtung einer qualitativen Regulierung des gewerblichen Automatenspiels geht. Gleichzeitig bedauerten sie, dass eine vollständige Abkehr von der Regulierung nach quantitativen Kriterien ausgeblieben ist. Mit Nachdruck setzten sie sich für eine kohärente und an qualitativen Kriterien orientierte Regulierung des deutschen Glücksspielmarktes ein, die das gewerbliche Automatenspiel einschließt.

Das legale Angebot stärken

Das Vorhaben der Länder, eine bundeseinheitliche, spielformübergreifendes Spielersperre einzurichten, begrüßten die Branchenvertreter grundsätzlich, machten aber auch auf die Herausforderungen für Gastronomiebetriebe und mögliche Ausweichbewegungen in illegale Spielangebote aufmerksam.

In der Staatskanzlei forderten die Branchenvertreter eine nachhaltige Stärkung der legalen Anbieter. Sie wiesen auch darauf hin, dass die Attraktivität legaler Anbieter durch die Bündelung terrestrischer Spielangebote erhöht werden kann und sprachen sich klar für eine Lockerung des Trennungsgebots aus.

V. l. n. r: Thomas Breitkopf, Georg Stecker, Dirk Fischer
Foto: DAW/AWI

Spielhallen- Schließungen in Berlin

Spielhallen- Schließungen in Berlin

Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. am 10. Februar 2020 zu aktuellen Spielhallen- Schließungen in Berlin:

„Das Berliner Spielhallengesetz hat das illegale Glücksspiel über Jahre gefördert. Legale Spielhallen wurden geschlossen und die Verbraucher in illegale Angebote wie die scheingastronomischen Café Casinos, in Hinterzimmer oder im Internet getrieben, wo es keinen Spieler- und Jugendschutz gibt. Ein ausreichendes attraktives legales Angebot ist das wirksamste Mittel gegen Illegalität. Deshalb muss das legale Angebot gestärkt werden. Gegen illegale Anbieter muss hart durchgegriffen werden – nicht gegen legale!“

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Glücksspielstaatsvertrag: Einigung der Länder

Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), am 22. Januar 2020 anlässlich der Einigung der Länder für einen neuen Glücksspielstaatsvertrag:

„Dass bei der Regulierung des gewerblichen Automatenspiels Qualitätskriterien zum Zuge kommen sollen, ist eine gute Nachricht für die legalen Spielangebote und den Spielerschutz. Jetzt gilt es, dass die Länder bei der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrages den eingeschlagenen Weg der qualitativen Regulierung konsequent weiterverfolgen.“






Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
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Eva Siegfried
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Abbau des 3. Geräts in der Gastronomie gefährdet Kanalisierungsauftrag und schwächt legale Anbieter

8. November 2019. In gastronomischen Betrieben dürfen ab dem 10. November gemäß Spielverordnung nur noch maximal zwei Geldspielgeräte aufgestellt werden. Bisher waren drei Geräte erlaubt.

Dazu Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW): „Der Abbau des 3. Gerätes in der Gastronomie ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung und ein herber Schlag für die legale Gastronomieaufstellung und tausende Automatenunternehmerinnen und Automatenunternehmer sowie Gastwirte, die tagtäglich einen verantwortungsbewussten Spieler- und Jugendschutz praktizieren und leben.“
Stecker weiter: „Entscheidend für einen effektiven Spieler- und Jugendschutz ist die Qualität des Angebots, nicht die Anzahl der aufgestellten Geräte.“

Der Abwanderung der Spielgäste in den Schwarzmarkt könne man nur mit einem attraktiven und ausreichenden legalen Angebot entgegenwirken. „Eine gute Regulierung stärkt die legalen Anbieter statt sie zu gängeln und auf diese Weise zu schwächen“, so der DAW-Vorstandssprecher.

Seit der Umstellung der Geräte auf die Technische Richtlinie 5.0 im November 2018 wandern zahlreiche Spielgäste vom legalen gewerblichen Automatenspiel in unlimitierte und sogar in illegale Angebote ab – vor allem im Internet, wo Standards für den Spieler- und Jugendschutz fehlen. Diese Entwicklung drohe durch die künstliche Verknappung des Angebots in der Gastronomie zusätzlich befeuert zu werden. Gleichzeitig werde das legale Angebot weiter geschwächt, so Stecker. „Unser gesetzlicher Auftrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, ist dramatisch gefährdet“, warnt er.

Stecker betont: „Das gewerbliche Geldspiel hat seine Ursprünge in der Gastronomie. Bis heute ist die Gastronomie-Aufstellung eine tragende Säule unserer Branche. Als Dachverband werden wir uns auch weiterhin intensiv für deren sichere Zukunft einsetzen.“

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Glücksspielstaatsvertrag 2021: Eckpunktepapier der Deutschen Automatenwirtschaft

17. Oktober 2019. Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) hat ein Eckpunktepapier für die Novellierung des Glücksspielstaatsvertrages 2021 veröffentlicht. Darin spricht er sich für eine kohärente, ausschließlich an Qualitätskriterien orientierte Regulierung aller Glücksspielangebote sowie für eine Stärkung der legalen Anbieter aus.

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft:
„Die Novellierung des Glücksspielstaatsvertrags ist eine große Chance, den Fehlentwicklungen – allen voran dem rasanten Wachstum des Schwarzmarktes – mit einem ganzheitlichen Ansatz entgegenzuwirken. Nur eine kohärente Regulierung aller Spielformen inklusive des gewerblichen Automatenspiels ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben und eine Stärkung der legalen Anbieter kann den Schwarzmarkt eindämmen und Verbraucher wirksam schützen.“ „Wer das Automatenspiel bei der Regulierung außen vor lässt, der blendet die Hälfte des legalen Glücksspielmarktes aus, schafft eine inkohärente Regulierung und verschärft die Schieflage des Marktes weiter. Es kann nicht sein, dass Online-Glücksspiele legalisiert werden, die überall an jedem Ort verfügbar sind, und gleichzeitig die Abstandsregelungen beim gewerblichen Automatenspiel bleiben. Nur mit einem attraktiven legalen Angebot, das sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, kann der Schwarzmarkt effektiv bekämpft werden“, so Stecker weiter.

Um den Spieler- und Jugendschutz weiter zu stärken, fordert der Dachverband eine kohärente Regulierung, die sich ausschließlich an Qualitätskriterien orientiert und unterbreitet in seinem Eckpunktepapier konkrete Vorschläge für die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels:

  • Einführung eines bundesweit einheitlichen biometrischen Zugangssystems zur Sicherstellung von spielformübergreifenden Selbstsperren
  • unabhängige Zertifizierung von Spielhallen
  • weitere Qualifizierung des Zugangs zum Beruf des Automatenunternehmers
  • eine länderübergreifende Harmonisierung der inhaltlichen und praktischen Anforderungen an die Qualität von Schulungen und Sozialkonzepten in allen Glücksspielangeboten
  • ein effektiver Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz durch Zusammenarbeit aller relevanten Akteure

Dazu Stecker: „Mit der Einführung biometrischer Zugangssysteme wollen wir den Spieler- und Jugendschutz beim Automatenspiel mit moderner Technik noch weiter stärken. Die Spielhallen-Zertifizierung ist ein Qualitätsnachweis für Verbraucher und entlastet den Vollzug.
Und wer eine Spielhalle betreibt, trägt eine besondere Verantwortung für seine Gäste. Deshalb machen wir uns dafür stark, den Berufszugang zu qualifizieren.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft fordert in ihrem Eckpunktepapier eine Stärkung der legalen Anbieter. „Nur mit einem ausreichenden und attraktiven Angebot können wir unserem Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag nachkommen. Andernfalls weichen die Verbraucher auf illegale Angebote vor allem im Internet ohne Spieler- und Jugendschutz aus“, so Stecker. Das Eckpunktepapier ist hier abrufbar (Download PDF Datei).

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Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft, anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht am 25. September 2019:
„Mit spielsüchtigen Menschen wollen wir kein Geld verdienen. Deshalb setzen wir uns selbst Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir sprechen uns für die Einführung eines bundesweit einheitlichen biometrischen Systems zur Sicherstellung von spielformübergreifenden Selbstsperren und des Zugangs zum Spiel aus. Und wir fordern eine gesetzliche Verankerung der unabhängigen Spielhallen-Zertifizierung und setzen uns für eine Qualifizierung des Berufszugangs ein. Denn: Effektiver Spielerschutz und Vorbeugung von Glücksspielsucht beginnen mit sinnvoller Regulierung.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
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Sommerfest von HMV und DAW: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zu Gast

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Automatenwirtschaft sind am 4. September der Einladung des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) und des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) nach Wiesbaden gefolgt. Beim Sommerfest in der Landeshauptstadt wurden sie von DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des HMV, begrüßt. Besondere Gäste waren der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Präsident des Hessischen Landtags Boris Rhein.

„Wir müssen Spieler-und Jugendschutz gewährleisten und dürfen gleichzeitig den vielen rechtschaffenen Unternehmern nicht die Existenzgrundlage nehmen. Deshalb ist der Weg der Angebotsreduzierung durch quantitative Maßstäbe nicht klug, der Weg der Qualität hingegen ist es“, so Hessens Ministerpräsident in seinem Grußwort.

„Glücksspiel ist seit 5000 Jahren Teil der Kultur“, betonte Landtagspräsident Boris Rhein. Man wolle den Menschen das Spielen deshalb ganz sicher nicht verbieten. Entscheidend seien jedoch die Rahmenbedingungen, unter denen das Spiel stattfindet. Deshalb begrüße er die Initiativen der Branche, die Qualität des gewerblichen Automatenspiels noch weiter zu stärken, so Rhein.

Georg Stecker machte deutlich: „Eine gute Regulierung gängelt legale Anbieter nicht, sondern – im Gegenteil – sie stärkt sie.“ Denn nur mit einem ausreichend attraktiven Angebot könne die Branche ihren Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag erfüllen und wirksamen Spieler- und Jugendschutz leisten. Und nur mit einem attraktiven legalen Angebot lasse sich der Schwarzmarkt effektiv bekämpfen, so der DAW-Vorstandssprecher.
Mit Blick auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag nach 2021 forderte Stecker eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätskriterien. Dabei müsse auch das gewerbliche Automatenspiel neu und nach qualitativen Kriterien reguliert werden, um eine weitere Schieflage des Marktes zu Ungunsten der legalen Anbieter zu verhindern.

„Die Regulierung in Hessen steckt in einer Sackgasse“, stellte Michael Wollenhaupt mit Blick auf die fehlenden Entscheidungsgrundlagen für Städte und Kommunen im Falle von Abstandskollisionen fest. Die fehlende Planungssicherheit verunsichere die Hessischen Automatenunternehmer und nehme der nachfolgenden engagierten Generation von Automatenunternehmern die Chance, die Zukunft im Familienunternehmen zu gestalten, so Wollenhaupt vor den Gästen, zu denen auch die Mitglieder des HMV-Arbeitskreises Jungunternehmer gehörten. Er forderte Zukunftssicherheit für die Unternehmen und sprach sich deutlich für Zugangssysteme bei allen Glückspielangeboten aus.

Bei der Veranstaltung wurde die AIDS-Hilfe Wiesbaden mit einer Spende bedacht, die von Geschäftsführer Axel Krecik entgegengenommen wurde.

V.l.n.r.: DAW-Länderbeauftragter Andreas Rey, HMV-Beisitzer Christoph Schwarzer, DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, Ministerpräsident Volker Bouffier, Landtagspräsident Boris Rhein, 2. HMV-Vorsitzender Michael Stang, 1. HMV-Vorsitzender Michael Wollenhaupt

Parlamentarischer Abend in Düsseldorf: kohärente Regulierung aller Glücksspielformen!

Am 11. Juli luden der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Deutsche Automaten-Verband e.V. (DAV) zum Parlamentarischen Abend nach Düsseldorf. DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstand Horst Hartmann begrüßten die über 150 Gäste aus Politik, Verwaltung, Unternehmensverbänden, Suchthilfe und Automatenwirtschaft im Düsseldorfer Rheinturm.

In seinem Grußwort reflektierte Nathanael Liminski, Staatsekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, die aktuelle Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag. „Die Glücksspielregulierung braucht ein Update“, so Liminski über den Handlungsbedarf. Mit Blick auf die Regulierung im Onlinebereich stellte er fest: „Hier liegen nun konkrete Optionen – vom Verbot bis hin zur völligen Liberalisierung – klar auf dem Tisch. Das ist ein Fortschritt auf dem Weg zu einer Einigung in der Sache!“ Für das Land Nordrhein-Westfalen formulierte er den Anspruch an den laufenden Verhandlungsprozess der Länder: „Unser Ziel ist eine kohärente Gesamtregulierung aller Glücksspielformen“. Liminski weiter: „Wenn wir Akzeptanz für eine Regulierung erreichen möchten, dann müssen für alle Formen die gleichen Regeln gelten. Man muss dafür auch noch einmal die Regeln für das gewerbliche Automatenspiel in den Blick nehmen.“

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker kommentierte in seiner Begrüßungsrede ebenso die aktuelle Regulierung: „Die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach quantitativen Kriterien, nach Abstand und Größe, mag zwar durch höchste Gerichte bestätigt worden sein. Im Ergebnis aber hat sie illegale Marktteilnehmer in den Städten und im Netz gestärkt und das legale Angebot stark geschwächt“, so Stecker. Eine solche Regulierung verfehle ihr wichtigstes Ziel, nämlich den Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, stelle Stecker fest. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag für die Zeit nach 2021 sei jedoch eine Chance, den sorgebereitenden Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Forderung des DAW-Vorstandssprechers: „Wir brauchen eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätsmaßstäben!“ Entscheidend sei, dass eben auch das gewerbliche Automatenspiel neu mitreguliert werde. Stecker weiter: „Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag muss das legale Spiel nachhaltig stärken! Es muss endlich Schluss sein mit der Knebelung der legalen Anbieter. Wir brauchen für den Spielgast attraktive Automaten und ein ausreichendes legales Angebot!“

DAV-Vorstand Horst Hartmann stellte auch aus Sicht des DAV klar: „Die Digitalisierung verändert die Welt, auch die Welt des Glücksspiels. Dem müssen wir uns anpassen. Dabei kommt dem Spieler- und Jugendschutz eine überragende Bedeutung zu. Wir müssen ein Abwandern in illegale Spielangebote durch ein qualitativ hochwertiges Angebot verhindern.
Dazu bedarf es einer Regulierung, die alle Angebotsformen gleichermaßen erfasst.“ Hartmann wies darauf hin, dass der DAV mit dem Parlamentarischen Abend bereits vor 25 Jahren erstmals im Düsseldorfer Rheinturm war und der Dialog zwischen Branche und Politik eine gute Tradition geworden ist.

Foto (DAW/AWI): v. l. n. r: Georg Stecker, Nathanael Liminski, Horst Hartmann
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