Parlamentarischer Abend in Düsseldorf: kohärente Regulierung aller Glücksspielformen!

Am 11. Juli luden der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Deutsche Automaten-Verband e.V. (DAV) zum Parlamentarischen Abend nach Düsseldorf. DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstand Horst Hartmann begrüßten die über 150 Gäste aus Politik, Verwaltung, Unternehmensverbänden, Suchthilfe und Automatenwirtschaft im Düsseldorfer Rheinturm.

In seinem Grußwort reflektierte Nathanael Liminski, Staatsekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, die aktuelle Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag. „Die Glücksspielregulierung braucht ein Update“, so Liminski über den Handlungsbedarf. Mit Blick auf die Regulierung im Onlinebereich stellte er fest: „Hier liegen nun konkrete Optionen – vom Verbot bis hin zur völligen Liberalisierung – klar auf dem Tisch. Das ist ein Fortschritt auf dem Weg zu einer Einigung in der Sache!“ Für das Land Nordrhein-Westfalen formulierte er den Anspruch an den laufenden Verhandlungsprozess der Länder: „Unser Ziel ist eine kohärente Gesamtregulierung aller Glücksspielformen“. Liminski weiter: „Wenn wir Akzeptanz für eine Regulierung erreichen möchten, dann müssen für alle Formen die gleichen Regeln gelten. Man muss dafür auch noch einmal die Regeln für das gewerbliche Automatenspiel in den Blick nehmen.“

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker kommentierte in seiner Begrüßungsrede ebenso die aktuelle Regulierung: „Die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach quantitativen Kriterien, nach Abstand und Größe, mag zwar durch höchste Gerichte bestätigt worden sein. Im Ergebnis aber hat sie illegale Marktteilnehmer in den Städten und im Netz gestärkt und das legale Angebot stark geschwächt“, so Stecker. Eine solche Regulierung verfehle ihr wichtigstes Ziel, nämlich den Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, stelle Stecker fest. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag für die Zeit nach 2021 sei jedoch eine Chance, den sorgebereitenden Entwicklungen entgegenzuwirken. Die Forderung des DAW-Vorstandssprechers: „Wir brauchen eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätsmaßstäben!“ Entscheidend sei, dass eben auch das gewerbliche Automatenspiel neu mitreguliert werde. Stecker weiter: „Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag muss das legale Spiel nachhaltig stärken! Es muss endlich Schluss sein mit der Knebelung der legalen Anbieter. Wir brauchen für den Spielgast attraktive Automaten und ein ausreichendes legales Angebot!“

DAV-Vorstand Horst Hartmann stellte auch aus Sicht des DAV klar: „Die Digitalisierung verändert die Welt, auch die Welt des Glücksspiels. Dem müssen wir uns anpassen. Dabei kommt dem Spieler- und Jugendschutz eine überragende Bedeutung zu. Wir müssen ein Abwandern in illegale Spielangebote durch ein qualitativ hochwertiges Angebot verhindern.
Dazu bedarf es einer Regulierung, die alle Angebotsformen gleichermaßen erfasst.“ Hartmann wies darauf hin, dass der DAV mit dem Parlamentarischen Abend bereits vor 25 Jahren erstmals im Düsseldorfer Rheinturm war und der Dialog zwischen Branche und Politik eine gute Tradition geworden ist.

Foto (DAW/AWI): v. l. n. r: Georg Stecker, Nathanael Liminski, Horst Hartmann
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Glücksspiel in Baden-Württemberg: Neue gesetzliche Vorgaben schwächen den Verbraucherschutz

Stuttgart, 15. Mai 2019. Automatenunternehmer in Baden-Württemberg verzeichnen einen drastischen Rückgang bei ihren Spielgästen. Innerhalb weniger Monate sind 30 Prozent ins unlimitierte Glücksspielangebot von Spielbanken und illegale Online-Casinos abgewandert. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Den Grund dafür sehen Vertreter der Automatenverbände in den neuen technischen Vorgaben, die die Geldspielgeräte seit November 2018 erfüllen müssen. „Die Branche wurde verpflichtet, ihre Automaten so umzurüsten, dass das Spiel jetzt drastisch verlangsamt und der Bedienkomfort der Geräte stark reduziert wurde“, erklärt Michael Mühleck, 1. Vorsitzender Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V. (AVBW). Dadurch habe das Spiel stark an Attraktivität eingebüßt. Immer mehr Spielgäste würden deshalb auch auf Angebote ausweichen, bei denen im Gegensatz zu den gewerblichen Spielhallen kein Spieler- und Jugendschutz gelte, so Mühleck.

Eine Fehlentwicklung, die auch Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V (DAW), mit großer Sorge beobachtet. Er sieht in der Umsetzung der technischen Vorgaben und der damit verbundenen Abwanderung sogar die Gefahr, dass die Branche ihrem Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag nicht mehr bedarfsgerecht erfüllen kann. „Um den gesetzlichen Auftrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, gerecht zu werden, muss es den Automatenunternehmern ermöglicht werden, ein attraktives Spiel anzubieten. Gegen den grassierenden Schwarzmarkt hilft nur ein attraktives, legales Angebot“, sagt Stecker.

Indes setzt die Automatenwirtschaft auf Qualität, wenn es um die Stärkung des Verbraucherschutzes beim Automatenspiel geht. Zutritt ab 18 Jahren (in Baden-Württemberg vielfach erst ab 21 Jahren), Alkoholverbot, geschultes Personal, Spielerschutz und TÜVZertifizierungen sind die Kriterien. „Freizeitspielern wird im Internet kein gleichwertiger Jugend- und Spielerschutz geboten. Die Politik soll alles dafür tun, sie wieder in legale gewerbliche Spielhallen zurückzuführen. Nur hier können die Menschen geschützt spielen“, sagt Michael Mühleck. „Schwarze Schafe, die sich nicht an diese Regeln halten, müssen bekämpft werden. Dies geht aber nur, wenn das legale gewerbliche Spiel gestärkt wird“, so Mühleck weiter.

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vertritt die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Automatenunternehmen. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbände, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.
www.automatenwirtschaft.de

Der Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V. (AVBW) setzt sich seit 1952 für die Interessen der Aufstellunternehmer des gewerblichen Automatenspiels ein. Über 200 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen Spielhalle und Gastronomie werden vom AVBW vertreten. Der AVBW ist Mitglied im Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA). http://www.baberlin.de/landesverbaende-18/badenwuerttemberg-18

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) ist ein Spitzenverband der Deutschen Automatenwirtschaft und vertritt durch seine elf Landes- und zwei Fachverbände rund 2.000 Aufstellunternehmen in Spielhallen und Gastronomiebetrieben der gesamten Bundesrepublik. Der Bundesverband Automatenunternehmer ist Gründungsmitglied der DAW. www.baberlin.de

Legales Glücksspiel: DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker zu aktuellen Vorwürfen

17. April 2019. Legales Glücksspiel: Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., nimmt zu den aktuellen Vorwürfen, die Automatenindustrie ignoriere gesetzliche Vorgaben, wie folgt Stellung:

„Alle Geräte, die in legalen Spielhallen und in der ordentlichen Gastronomie aufgestellt sind, wurden von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) geprüft und zugelassen. Die PTB darf die Bauart eines Gerätes nur zulassen, wenn die Anforderungen der Spielverordnung erfüllt sind. Das belegt: Die Unternehmen der Automatenwirtschaft halten sich an die strengen gesetzlichen Vorgaben!“

Mit Blick auf die aktuellen Marktveränderungen nach der Einführung neuer Geräte im November 2018 Stecker besorgt weiter: „Die einschneidenden Maßnahmen der Spielverordnung haben die Attraktivität des legalen gewerblichen Geldspiels erheblich gemindert. Wir erleben derzeit eine massive Abwanderung der Spielgäste in unlimitierte oder sogar zumeist illegale Angebote, zum Beispiel im Internet oder in Hinterzimmern, und sind alarmiert. Die deutliche Abwanderung zeigt, dass wir seit der Umstellung der Automaten unseren wichtigen gesetzlichen Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken, nicht mehr bedarfsgerecht erfüllen können. Den explodierenden Schwarzmarkt kann man am wirksamsten mit einem attraktiven legalen Angebot bekämpfen. Es muss Schluss sein mit der weiteren Knebelung der legalen Automatenunternehmen!“

Rückfragen bitte an:

Thomas Knollmann
Leiter Presse und Kommunikation
+49 (30) 24 08 77 85
tknollmann@automatenwirtschaft.de
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Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Automatenunternehmen. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.

Innenminister Beuth beim Parlamentarischen Frühstück der Automatenbranche in Wiesbaden zu Gast

Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sind am 3. April der Einladung des Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) und des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) nach Wiesbaden gefolgt. Beim Parlamentarischen Frühstück in der Landeshauptstadt wurden sie von Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, und Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des HMV, begrüßt. Die Gäste, darunter Peter Beuth, Hessischer Innenminister, nutzten die Gelegenheit, sich mit Branchenvertretern über die Regulierung im Land Hessen und die Situation rund um den Glücksspielstaatsvertrag auszutauschen.

„Der neue Glücksspielstaatsvertrag, an dem die Länder nun arbeiten, ist eine Chance, den Glücksspielmarkt ganzheitlich und kohärent zu regulieren“, sagte Beuth. „Und er ist eine Chance, die hohen Standards beim Spieler- und Jugendschutz, die in ihrer Branche bereits gelten, auch an andere anzulegen.“

„Der Glücksspielstaatsvertrag und die Regulierung des Marktes verfehlen erkennbar ihr Ziel, wenn legale Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten, Abstände einhalten müssen, während über illegale Onlineanbieter die gleichen Spiele jederzeit und an jedem Ort verfügbar sind“, stellte Stecker in seinem Grußwort fest. „Es muss Schluss sein mit der weiteren Knebelung der legalen Angebote“, so Stecker weiter. Die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nur nach quantitativen Kriterien und die neuen wesentlich unattraktiveren Automaten haben das legale Spiel geschwächt und illegale Marktteilnehmer weiter gestärkt, so der DAW-Vorstandssprecher und betonte: „Gegen den grassierenden Schwarzmarkt hilft nur ein attraktives, legales Angebot.“ Nur wenn alle Spielformen inklusive des gewerblichen Automatenspiels ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben reguliert würden, könnten der Schwarzmarkt eingedämmt, Verbraucher nachhaltig geschützt und die legalen Unternehmen gestärkt werden, so Stecker weiter.

„Die verfehlte Regulierung hat den Spieler- und Jugendschutz geschwächt und den Unternehmen in Hessen Planungssicherheit und Perspektive genommen. Beides gilt es, durch die Stärkung des legalen Angebots zurückzugewinnen“, betonte auch Wollenhaupt in seinem Grußwort. „Es dürfen keine weiteren legalen Spielhallen ungeeigneten Regulierungsmaßstäben zum Opfer fallen.“

V.l.n.r.: Michael Wollenhaupt (HMV), Peter Beuth (Hessischer Innenminister, MdL), Georg Stecker (DAW) Foto: DAW/AWI/Rhode

Glücksspiel ganzheitlich und nach Qualitätskriterien regulieren! Schluss mit der Knebelung legaler Angebote!

21. März 2019. Bei der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz haben sich die Regierungschefs auf den 3. Glücksspieländerungsstaatsvertrag verständigt. Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. nimmt dazu wie folgt Stellung:

„Der gefundene Konsens ist ein erster Schritt. Der große Wurf, nämlich eine dringend notwendige kohärente Regulierung aller Spielformen des Glücksspielmarktes, steht allerdings weiterhin aus“, so Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. „Die Regulierung verfehlt erkennbar ihr Ziel, wenn legale Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten, Abstände einhalten müssen, während über illegale Onlineanbieter die gleichen Spiele an jedem Ort verfügbar sind. Die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach quantitativen Kriterien, nach Abstand und Größe, hat das legale Spiel geschwächt und illegale Marktteilnehmer gestärkt“, bewertet Stecker die aktuelle Situation und fordert mit Blick auf den wachsenden Schwarzmarkt in Deutschland: „Es muss Schluss sein mit der Regulierungs-Flickschusterei und der Knebelung legaler Angebote, die die Menschen in die Arme illegaler Anbieter, auch im Internet, treibt. Gegen den grassierenden Schwarzmarkt hilft nur ein attraktives, legales Angebot.“

Die Zeit bis zum Auslaufen des Vertrages am 30. Juni 2021 gelte es zu nutzen. Stecker: „In den kommenden Monaten müssen die Weichen richtig gestellt werden. Wir brauchen endlich den großen Wurf für den gesamten Glücksspielmarkt. Nur wenn alle Spielformen, also auch das gewerbliche Automatenspiel, ausschließlich nach Qualitätsmaßstäben reguliert werden, können der Schwarzmarkt eingedämmt, Verbraucher nachhaltig geschützt und die legalen Unternehmen gestärkt werden.“

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Glücksspiel in Hessen: Qualität ist der Ausweg aus der Regulierungs-Sackgasse

Frankfurt a. Main, 19. Februar 2019. Stillstand bei der Regulierung des Glücksspiels und bei der Anwendung der Abstandsregelung. Derzeit haben Städte und Kommunen wegen eines Urteils des Verwaltungsgerichtshofes keine Entscheidungsgrundlagen für die Schließung von Spielhallen aufgrund zu geringen Abstands zu einer anderen Spielhalle. Zuvor hatte die Anwendung der Abstandsregelung dazu geführt, dass die Zahl der gewerblichen legalen Spielhallen drastisch reduziert wurde und in Folge das illegale Spiel an Geldgewinnspielautomaten in sogenannten Café-Casinos und Shisha-Bars blüht.

Zudem wandern Freizeitspieler verstärkt in illegale Internetangebote ab. Indes bestätigt das Land Hessen in seinem Evaluierungsbericht des Glücksspielstaatsvertrages das Scheitern des quantitativen Regulierungsansatzes. Im Koalitionsvertrag droht Hessen nun mit der Kündigung des Glücksspielstaatsvertrages. Branchenvertreter der Automatenwirtschaft sehen in einer Neuregulierung des Glücksspielmarktes die Chance, den bisherigen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken und bieten Lösungsansätze: „Aus der Regulierungssackgasse kommen wir nur mit Qualität als Regulierungskriterium. Deshalb fordern wir, nach Qualität und nicht mit dem Zollstock zu regulieren“, so Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. „Bei einer Neuordnung des Marktes gilt es, das legale Spiel zu stärken, um den Schwarzmarkt
auszutrocknen. Nur so kann effektiver Spielerschutz gewährleistet werden.“ Hessen könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen, auch hinsichtlich einer deutschlandbeziehungsweise europarechtskonformen Glücksspielregulierung, so Stecker weiter.

Auch Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender Hessischer Münzautomatenverband e.V., spricht sich für eine Regulierung des Glücksspiels nach qualitativen Gesichtspunkten aus. „Die verfehlte Regulierung hat den Spieler- und Jugendschutz geschwächt und den Unternehmen Planungssicherheit und Perspektive genommen. Beides gilt es, durch die Stärkung des legalen Angebots zurückzugewinnen“, sagt Wollenhaupt, „In gewerblichen Spielhallen wird der Spieler- und Jugendschutz konsequent umgesetzt. Zutrittskontrollen und geschultes Personal sind nur zwei Merkmale für die hohen Qualitätsstandards.“

Generell setzen sich die Branchenvertreter für eine bundesweite Spielersperrdatei ein. „Hessen geht hier mit dem Spielersperrsystem OASIS bereits mit gutem Beispiel voran“, sagt Simone Storch, Geschäftsführerin Bundesverband Automatenunternehmer e.V. Eine Spielersperrdatei könne ihrer Sinnhaftigkeit aber nur dann entsprechen, wenn gesperrte Spieler nicht in der Illegalität unkontrolliert weiterspielen könnten. Auch aus diesem Grund müsse dem Schwarzmarkt der Boden entzogen werden, so Storch.

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vertritt die
Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin
zu den Aufstellunternehmern. Er ist zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung,
Verbände, Wissenschaft sowie Medien auf Landes- und Bundesebene. Er vereint die
vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.
www.automatenwirtschaft.de

Der Hessische Münzautomatenverband e.V. (HMV) wurde vor rund 40 Jahren
gegründet. Er vertritt die Interessen der Automatenkaufleute, die in Hessen Spielhallen betreiben und Geldspielgeräte in Gastronomiebetrieben aufstellen. Der HMV selbst ist Mitglied im Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA).
http://www.baberlin.de/landesverbaende/hessen

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) ist ein Spitzenverband der
Deutschen Automatenwirtschaft und vertritt durch seine elf Landes- und zwei Fachverbände rund 2.000 Aufstellunternehmen in Spielhallen und Gastronomiebetrieben der gesamten Bundesrepublik. Der Bundesverband Automatenunternehmer ist Gründungsmitglied der DAW. www.baberlin.de

Glücksspiel in Sachsen: Legales Spiel stärken, um illegales zu bekämpfen

Leipzig, 13. Februar 2019. Während in Sachsen gewerbliche legale Spielhallen durch Abstandsregelungen und das Verbot von Mehrfachkonzessionen mehr und mehr
verschwinden, bestimmen gesetzeswidrige Café-Casinos, Shisha Bars und Wettbüros
das Bild ganzer Straßenzüge. Ein besonderer Brennpunkt: die Eisenbahnstraße in
Leipzig. Allein hier existieren 14 sogenannte spielhallengeprägte
Gastronomiebetriebe, die dem schwarzen bzw. grauen Glücksspielmarkt zuzuordnen
sind – vier von ihnen haben erst in den vergangenen Monaten eröffnet. Die letzte
verbliebene gewerbliche Spielhalle hingegen wird in den kommenden Wochen
schließen müssen, da sie zu nah an einer Schule liegt.

Dass die Leipziger Eisenbahnstraße kein Einzelfall ist, weiß Georg Stecker,
Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. „Die fehlgeleitete
Regulierung des Marktes spielt dem illegalen Spiel bundesweit in die Hände“, sagt
Stecker. Die Branche fordert deshalb ein Umsteuern in der Regulierung. „Mit Sorge
sehen wir, dass die aktuelle Regulierung nach Größe und Abstand der Spielhallen die
legalen Spielangebote schwächt und Freizeitspieler in illegale Angebote, etwa im
Internet, in Hinterzimmern oder in der Scheingastronomie, gedrängt werden. Es gilt,
das legale Spiel zu stärken, um den Schwarzmarkt auszutrocknen. Nur so kann
effektiver Spielerschutz gewährleistet werden. Deshalb fordern wir, nach Qualität zu
regulieren und nicht mit dem Zollstock“, so Stecker weiter.

„Die derzeitige Regulierung trifft die falschen Unternehmen und begünstigt das illegale
Spiel“, bestätigt Andreas Wardemann, Vorstandsmitglied Verband der
Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. „Die illegalen Anbieter stoßen
genau in die Lücke, die durch die Schließungen legaler Spielhallen entsteht“, so
Wardemann.

Wenn es um die Bekämpfung des illegalen Marktes geht, sieht Thomas Breitkopf,
Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer und 1. Vorsitzender des
Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V., die größten
Chancen in der stärkeren Kontrolle von illegalen Glücksspielangeboten.
„Ordnungskräfte müssen härter gegen Betreiber von Café-Casinos vorgehen“, sagt
Breitkopf. „Zudem darf das legale Spiel nicht weiter geschwächt werden. Gewerbliche
Spielhallen halten sich an die Jugend- und Spielerschutzvorgaben. Wenn diese
geschlossen werden, wandern Freizeitspieler in die Illegalität ab und spielen dort
ungeschützt“, so Breitkopf weiter.

Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. vertritt die
Interessen von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus sechs
Bundesländern, die Automatenaufstellung in Gaststätten und Spielhallen betreiben.
Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. ist Mitglied im
Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA).
www.baberlin.de/landesverbaende/berlin-ostdeutschland

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vertritt die
Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu
den Aufstellunternehmern. Er ist zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung,
Verbände, Wissenschaft sowie Medien auf Landes- und Bundesebene. Er vereint die
vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.
www.automatenwirtschaft.de

Der Bundesverband Automatenunternehmer e.V. (BA) ist ein Spitzenverband der
Deutschen Automatenwirtschaft und vertritt durch seine elf Landes- und zwei
Fachverbände rund 2.000 Aufstellunternehmen in der gesamten Bundesrepublik. Der
Bundesverband Automatenunternehmer ist Gründungsmitglied der DAW.
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Für weitere Informationen
PART OF SUCCESS GmbH
Heiner Harke
Tel.: 030 28 44 55 46
Fax: 030 28 44 55 33
E-Mail: harke@part-of-success.de

Deutsche Automatenwirtschaft begrüßt Razzien gegen illegale Spielanbieter in Berlin-Neukölln

Berlin, 21. Januar 2019 – Anlässlich der Razzien gegen Wettbüros und Shisha-Bars in Berlin-Neukölln am 18. Januar erklärt Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.:

„Wir begrüßen die Razzien gegen illegales Glücksspiel in Berlin-Neukölln! Mit Sorge beobachten wir, dass das illegale Spiel wächst – vor allem dort, wo das legale Spiel zurückgedrängt wurde. Die Ergebnisse der Razzien zeigen, dass es bei der Regulierung auf die Qualität des Angebots und des Betreibers ankommt. Nur mit einer strengen Qualitätsauswahl, einem verbesserten Berufszugang und durch Stärkung des legalen Angebots können wir wirksam Illegalität bekämpfen und Verbraucher schützen.“

Gern stehen wir Ihnen für weitergehende Informationen oder Interviews mit Herrn Georg Stecker zur Verfügung.

Neue Vorgaben im gewerblichen Automatenspiel schwächen den Verbraucherschutz – Dramatische Abwanderung von legalen in unlimitierte und illegale Angebote

7. Dezember 2018. Nach einer beispiellos aufwändigen Umrüstaktion aller 255.000 Geldspielgeräte auf dem deutschen Markt dürfen seit dem 11. November in Spielhallen und Gaststätten nur noch Geldspielgeräte betrieben werden, die der Technischen Richtlinie 5.0 der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) entsprechen. Darin sind weitreichende zusätzliche Beschränkungen für das Automatenspiel definiert, so wie sie in der Spielverordnung festgelegt werden. So sind der maximale Aufwand für das Spielen in einer einzelnen Stunde von 80 Euro auf 60 Euro und der durchschnittliche Stundenaufwand von 33 Euro auf 20 Euro herabgesetzt worden. Auch die maximale Gewinnsumme pro Stunde ist gesenkt worden, von 500 Euro auf 400 Euro. Gleichzeitig ist das Spiel drastisch verlangsamt und der Bedienkomfort der Geräte reduziert worden.

Diese einschneidenden Maßnahmen mindern jetzt die Attraktivität des legalen gewerblichen Geldspiels. Automatenunternehmer jeder Größe erleben seit Einführung der neuen Gerätegeneration eine deutliche Abwanderung ihrer Spielgäste.

„Wir sind alarmiert. Die deutliche Abwanderung zeigt, dass wir seit der Umstellung der Automaten unseren Kanalisierungsauftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag nicht mehr bedarfsgerecht erfüllen können“, so Georg Stecker, Vorstandssprecher Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW), in einer ersten Zwischenbilanz rund vier Wochen nach Umstellung der Geräte. „Unser gesetzlicher Auftrag ist es, den natürlichen Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen, die es uns ermöglichen, ein attraktives Spiel anzubieten. Der Verordnungsgeber will den Verbraucher schützen, treibt ihn aber tatsächlich in die Arme wesentlich gefährlicherer und sogar illegaler Anbieter. Von Umsatzzuwächsen bei Spielbanken mit ihren unlimitierten Glücksspielangeboten wird ebenso berichtet wie vom Kundenzustrom bei illegalen Online-Casinos wie auch den Hinterzimmer-Angeboten“, so Stecker weiter.

Sollten sich die jetzt festzustellenden Abwanderungstendenzen verstetigen, sei der gesetzliche Auftrag der staatlich konzessionierten Anbieter in der Automatenwirtschaft ernsthaft gefährdet. Im Übrigen bringe die Umstellung der Geräte nicht unerhebliche wirtschaftliche Nachteile für die Automatenunternehmen mit sich. Auch das bedeute eine Schwächung des legalen Angebots, so der DAW-Vorstandssprecher.

Georg Stecker mahnt: „Es besteht große Gefahr, dass das legale gewerbliche Automatenspiel geschwächt und unlimitierte und sogar illegale Spielangebote nachhaltig gestärkt werden. Nur mit einem ausreichend attraktiven Angebot können wir unserem Kanalisierungsauftrag nachkommen und effektiven Spieler- und Jugendschutz leisten.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Automatenunternehmen. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.

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Klarstellung und Dokumentation zum SPIEGEL-Artikel vom 24.11.2018

Der Bericht des Magazins DER SPIEGEL „Zocken ohne Limit“ (48/2018) vom 24. November 2018 ist in einigen zentralen Aussagen falsch. Wir korrigieren sie wie folgt:

Die Äußerung
„Spieler können an einem Automaten mehrere Zehntausend Euro am Tag verzocken oder gewinnen.“
ist unwahr.

Richtig ist, dass die von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) in ihrer Bauart geprüften Spielgeräte die gesetzlichen Vorgaben des § 13 Spielverordnung (SpielV) einhalten. Danach ist der Geldaufwand für das Spiel in einer einzelnen Stunde exakt limitiert. Nach dem Wortlaut in §13 Nr. 4 SpielV darf die Summe der Verluste (Einsätze abzüglich Gewinne) im Verlauf einer einzelnen Stunde den Betrag von EUR 60,00 im Maximum nicht übersteigen. Bei längerfristiger Betrachtung darf durchschnittlich kein höherer Betrag als 20 Euro je Stunde in der Kasse verbleiben (§12, Abs. 2 Nr. 1, SpielV). Damit ist es objektiv unmöglich, dass Spieler „an einem Automaten mehrere Zehntausend Euro am Tage verzocken“.

Auch die Äußerung im Folgesatz:
„Damit konfrontiert, verteidigt sich der Vorstandssprecher des Automatenwirtschaftsverbands, Georg Stecker, die staatlichen Vorgaben machten „keine Vorschriften über die Gestaltung der Spielabläufe“.“
ist unwahr.

Herr Stecker wurde nicht mit dieser Äußerung hinsichtlich einer angeblichen Gewinn- und Verlustmöglichkeit von „mehreren Zehntausend Euro“ konfrontiert. Er wurde diesbezüglich nicht befragt.

DER SPIEGEL hat die Antworten von Herrn Stecker nicht korrekt wiedergeben, weshalb wir die Fragen und Antworten hier originalgetreu wiederholen:

DER SPIEGEL: Wenn ich es richtig verstehe, sollte doch nach dem Willen des Gesetzgebers mit der Novellierung der Spielverordnung das „Punktespiel“ unterbunden werden. In den Geräten der neuen Generation wird das eingeworfene Geld nun nicht mehr in Punkte, sondern je nach Hersteller entweder in Spielkredite oder Energie umgewandelt und in einer Bank verwahrt. Wird damit im Prinzip aber daselbst bewirkt wie beim früheren Punktespiel, nämlich die Umwandung des Geldeinsatzes in Surrogate, mit denen dann das eigentliche Spiel abläuft. Handelt es sich hier also um eine „Umgehung“ einer Vorschrift zum Spielerschutz?

Deutsche Automatenwirtschaft: Der Begriff „Umgehung“ ist unzutreffend und beruht ganz offensichtlich auf einem Missverständnis. Nach der neuen Spielverordnung (§13, Nr.1) darf der Einsatz für ein Spiel nur in Euro und Cent erfolgen. Weiter schreibt die Spielverordnung vor, dass das Spiel mit dem Einsatz des Geldes beginnt und mit der Auszahlung des Gewinns beziehungsweise der Einstreichung des Einsatzes endet. Zur Klarstellung heißt es dazu in der Technischen Richtlinie 5.0 der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (Fußn. S.22): „Die Spielverordnung macht keine Vorschriften über die Gestaltung der Spielabläufe.“ Zwischen dem Spieleinsatz in Euro und Cent und der Auszahlung des Gewinns bzw. der Einstreichung des Einsatzes ist den Spielanbietern also völlig freie Hand gegeben. Und genau daran halten sich die Geldspielgeräte nach der neuen Spielverordnung. Alle nicht in Euro und Cent angezeigten Inhalte, so auch die Zählerstände auf der Bankanzeige, sind weder ein Geldwert noch stellen sie anders als früher die „Punkte“ einen in Geld zu beziffernden Gegenwert dar. Sie sind vielmehr Spielbestandteile, die für Spannung in den Spielfeatures sorgen.

Diese Spannungselemente sind unverzichtbar, weil sie den Wert der Spiele zur Erreichung des zentralen Ziels des Glücksspielstaatsvertrages (§ 1) ausmachen. Überragendes Ziel ist nämlich die Kanalisierung des natürlichen Spieltriebs der Bevölkerung in geordnete Bahnen. Die Spielverordnung setzt dafür enge Grenzen, die den Spieler vor hohen Verlusten in kurzer Zeit schützen. Ganz unabhängig von Spielfeatures oder der Höhe von Zählerständen kann der Spielgast im Durchschnitt nur 20€ pro Stunde für das Spielen aufwenden. Maximal kann er 60€ pro Stunde verlieren. Diese Werte sind gegenüber der alten Spielverordnung noch einmal drastisch verringert worden. Zudem hat die Spielverordnung neben dem vorher schon geltenden Mindestabstand von fünf Sekunden zwischen zwei Geldeinsätzen von maximal 20 Cent zusätzlich den Zwangsabbruch des Spiels nach drei Stunden vorgeschrieben.

DER SPIEGEL: In Ihrer aktuellen Imagekampagne verweisen Sie darauf, dass in Spielhallen geschultes Personal eingesetzt wird. Nach ihren eigenen Angaben wurden seit 2011 rund 30 000 Mitarbeiter geschult. In den Spielhallen arbeiten aber 70 000 Mitarbeiter. Wie hoch ist derzeit der Anteil der geschulten Mitarbeiter? Wieso ist es bislang nicht gelungen, das übrige Personal auszubilden, zumal die Spielverordnung doch eine solche Schulung vorschreibt?

Deutsche Automatenwirtschaft: Hier liegt offensichtlich ein Missverständnis vor. Die 30.000 Servicemitarbeiterinnen und Servicemitarbeiter in den Spielhallen sind gesetzeskonform geschult. In der gesamten Branche sind über 70.000 Menschen beschäftigt. Dazu zählen auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Bereichen Technik, Entwicklung, Industrie, Handel usw.
Darüber hinaus setzt sich die Deutsche Automatenwirtschaft für eine Qualifizierung des Berufszugangs für die Betreiber von Spielhallen ein.

Die aktuelle Kampagne der Deutschen Automatenwirtschaft ist keine Imagekampagne, sondern eine Aufklärungskampagne, mit der über Regeln aufgeklärt wird, an Hand derer der Konsument und die gesamte Gesellschaft ein legales von einem illegalen Angebot unterscheiden kann. Angesichts des wachsenden illegalen Marktes ist eine solche Aufklärung dringend notwendig.

DER SPIEGEL: In ihrer Imagekampagne werben Sie damit, dass die Automatenwirtschaft sich nach Recht und Gesetz verhält. In der Vergangenheit wurden aber immer wieder Fälle bekannt, in denen das offensichtlich nicht der Fall war. So wurde beispielsweise Ende September bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Hagen mehreren Spielhallenbetreibern vorwirft durch technische Manipulation der Umsatzdaten 50 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Wie bewertet die Deutsche Automatenwirtschaft solche Fälle und welche Konsequenzen zieht sie daraus?

Deutsche Automatenwirtschaft (obwohl als Beispiel in der Frage nur der Fall der Steuerhinterziehung ohne Gerätemanipulation angesprochen wurde, erstreckt sich die Antwort auch auf andere Fälle in der Vergangenheit, in denen es zu Betrugskriminalität im Zusammenhang mit Automatenspielen kam): Das Vertrauen der Spielgäste in die Fairness des Spiels und die Zuverlässigkeit der Spielanbieter ist das größte Kapital der Automatenwirtschaft. Wer dies leichtfertig und in krimineller Weise aufs Spiel setzt, indem er mit manipulierten Geräten seine Kunden betrügt und Steuern hinterzieht, hat in unserer Branche nichts zu suchen. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Einzelfall konsequent verfolgt und die Verantwortlichen durch Verurteilung streng bestraft werden. Wir sind froh, dass die neue Spielverordnung eine ganze Reihe von Vorschriften enthält, die eine deutliche Verbesserung des Manipulationsschutzes gewährleisten, z. B. die Einholung eines Sicherheitsgutachtens von einer öffentlich anerkannten Prüfstelle (§12 Abs.3), bevor ein Geldspielgerät überhaupt von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) zur Prüfung angenommen werden darf.
03. Dezember 2018

 

Die Meldung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.