Klarstellung und Dokumentation zum SPIEGEL-Artikel vom 24.11.2018

Der Bericht des Magazins DER SPIEGEL „Zocken ohne Limit“ (48/2018) vom 24. November 2018 ist in einigen zentralen Aussagen falsch. Wir korrigieren sie wie folgt:

Die Äußerung
„Spieler können an einem Automaten mehrere Zehntausend Euro am Tag verzocken oder gewinnen.“
ist unwahr.

Richtig ist, dass die von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) in ihrer Bauart geprüften Spielgeräte die gesetzlichen Vorgaben des § 13 Spielverordnung (SpielV) einhalten. Danach ist der Geldaufwand für das Spiel in einer einzelnen Stunde exakt limitiert. Nach dem Wortlaut in §13 Nr. 4 SpielV darf die Summe der Verluste (Einsätze abzüglich Gewinne) im Verlauf einer einzelnen Stunde den Betrag von EUR 60,00 im Maximum nicht übersteigen. Bei längerfristiger Betrachtung darf durchschnittlich kein höherer Betrag als 20 Euro je Stunde in der Kasse verbleiben (§12, Abs. 2 Nr. 1, SpielV). Damit ist es objektiv unmöglich, dass Spieler „an einem Automaten mehrere Zehntausend Euro am Tage verzocken“.

Auch die Äußerung im Folgesatz:
„Damit konfrontiert, verteidigt sich der Vorstandssprecher des Automatenwirtschaftsverbands, Georg Stecker, die staatlichen Vorgaben machten „keine Vorschriften über die Gestaltung der Spielabläufe“.“
ist unwahr.

Herr Stecker wurde nicht mit dieser Äußerung hinsichtlich einer angeblichen Gewinn- und Verlustmöglichkeit von „mehreren Zehntausend Euro“ konfrontiert. Er wurde diesbezüglich nicht befragt.

DER SPIEGEL hat die Antworten von Herrn Stecker nicht korrekt wiedergeben, weshalb wir die Fragen und Antworten hier originalgetreu wiederholen:

DER SPIEGEL: Wenn ich es richtig verstehe, sollte doch nach dem Willen des Gesetzgebers mit der Novellierung der Spielverordnung das „Punktespiel“ unterbunden werden. In den Geräten der neuen Generation wird das eingeworfene Geld nun nicht mehr in Punkte, sondern je nach Hersteller entweder in Spielkredite oder Energie umgewandelt und in einer Bank verwahrt. Wird damit im Prinzip aber daselbst bewirkt wie beim früheren Punktespiel, nämlich die Umwandung des Geldeinsatzes in Surrogate, mit denen dann das eigentliche Spiel abläuft. Handelt es sich hier also um eine „Umgehung“ einer Vorschrift zum Spielerschutz?

Deutsche Automatenwirtschaft: Der Begriff „Umgehung“ ist unzutreffend und beruht ganz offensichtlich auf einem Missverständnis. Nach der neuen Spielverordnung (§13, Nr.1) darf der Einsatz für ein Spiel nur in Euro und Cent erfolgen. Weiter schreibt die Spielverordnung vor, dass das Spiel mit dem Einsatz des Geldes beginnt und mit der Auszahlung des Gewinns beziehungsweise der Einstreichung des Einsatzes endet. Zur Klarstellung heißt es dazu in der Technischen Richtlinie 5.0 der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (Fußn. S.22): „Die Spielverordnung macht keine Vorschriften über die Gestaltung der Spielabläufe.“ Zwischen dem Spieleinsatz in Euro und Cent und der Auszahlung des Gewinns bzw. der Einstreichung des Einsatzes ist den Spielanbietern also völlig freie Hand gegeben. Und genau daran halten sich die Geldspielgeräte nach der neuen Spielverordnung. Alle nicht in Euro und Cent angezeigten Inhalte, so auch die Zählerstände auf der Bankanzeige, sind weder ein Geldwert noch stellen sie anders als früher die „Punkte“ einen in Geld zu beziffernden Gegenwert dar. Sie sind vielmehr Spielbestandteile, die für Spannung in den Spielfeatures sorgen.

Diese Spannungselemente sind unverzichtbar, weil sie den Wert der Spiele zur Erreichung des zentralen Ziels des Glücksspielstaatsvertrages (§ 1) ausmachen. Überragendes Ziel ist nämlich die Kanalisierung des natürlichen Spieltriebs der Bevölkerung in geordnete Bahnen. Die Spielverordnung setzt dafür enge Grenzen, die den Spieler vor hohen Verlusten in kurzer Zeit schützen. Ganz unabhängig von Spielfeatures oder der Höhe von Zählerständen kann der Spielgast im Durchschnitt nur 20€ pro Stunde für das Spielen aufwenden. Maximal kann er 60€ pro Stunde verlieren. Diese Werte sind gegenüber der alten Spielverordnung noch einmal drastisch verringert worden. Zudem hat die Spielverordnung neben dem vorher schon geltenden Mindestabstand von fünf Sekunden zwischen zwei Geldeinsätzen von maximal 20 Cent zusätzlich den Zwangsabbruch des Spiels nach drei Stunden vorgeschrieben.

DER SPIEGEL: In Ihrer aktuellen Imagekampagne verweisen Sie darauf, dass in Spielhallen geschultes Personal eingesetzt wird. Nach ihren eigenen Angaben wurden seit 2011 rund 30 000 Mitarbeiter geschult. In den Spielhallen arbeiten aber 70 000 Mitarbeiter. Wie hoch ist derzeit der Anteil der geschulten Mitarbeiter? Wieso ist es bislang nicht gelungen, das übrige Personal auszubilden, zumal die Spielverordnung doch eine solche Schulung vorschreibt?

Deutsche Automatenwirtschaft: Hier liegt offensichtlich ein Missverständnis vor. Die 30.000 Servicemitarbeiterinnen und Servicemitarbeiter in den Spielhallen sind gesetzeskonform geschult. In der gesamten Branche sind über 70.000 Menschen beschäftigt. Dazu zählen auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Bereichen Technik, Entwicklung, Industrie, Handel usw.
Darüber hinaus setzt sich die Deutsche Automatenwirtschaft für eine Qualifizierung des Berufszugangs für die Betreiber von Spielhallen ein.

Die aktuelle Kampagne der Deutschen Automatenwirtschaft ist keine Imagekampagne, sondern eine Aufklärungskampagne, mit der über Regeln aufgeklärt wird, an Hand derer der Konsument und die gesamte Gesellschaft ein legales von einem illegalen Angebot unterscheiden kann. Angesichts des wachsenden illegalen Marktes ist eine solche Aufklärung dringend notwendig.

DER SPIEGEL: In ihrer Imagekampagne werben Sie damit, dass die Automatenwirtschaft sich nach Recht und Gesetz verhält. In der Vergangenheit wurden aber immer wieder Fälle bekannt, in denen das offensichtlich nicht der Fall war. So wurde beispielsweise Ende September bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Hagen mehreren Spielhallenbetreibern vorwirft durch technische Manipulation der Umsatzdaten 50 Millionen Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Wie bewertet die Deutsche Automatenwirtschaft solche Fälle und welche Konsequenzen zieht sie daraus?

Deutsche Automatenwirtschaft (obwohl als Beispiel in der Frage nur der Fall der Steuerhinterziehung ohne Gerätemanipulation angesprochen wurde, erstreckt sich die Antwort auch auf andere Fälle in der Vergangenheit, in denen es zu Betrugskriminalität im Zusammenhang mit Automatenspielen kam): Das Vertrauen der Spielgäste in die Fairness des Spiels und die Zuverlässigkeit der Spielanbieter ist das größte Kapital der Automatenwirtschaft. Wer dies leichtfertig und in krimineller Weise aufs Spiel setzt, indem er mit manipulierten Geräten seine Kunden betrügt und Steuern hinterzieht, hat in unserer Branche nichts zu suchen. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Einzelfall konsequent verfolgt und die Verantwortlichen durch Verurteilung streng bestraft werden. Wir sind froh, dass die neue Spielverordnung eine ganze Reihe von Vorschriften enthält, die eine deutliche Verbesserung des Manipulationsschutzes gewährleisten, z. B. die Einholung eines Sicherheitsgutachtens von einer öffentlich anerkannten Prüfstelle (§12 Abs.3), bevor ein Geldspielgerät überhaupt von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) zur Prüfung angenommen werden darf.
03. Dezember 2018

 

Die Meldung können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.</u<

„Sport trifft Politik und Unterhaltung“ – DAW-Kampagnenbotschafter Bastian Schweinsteiger kickte mit Abgeordneten

„Sport trifft Politik und Unterhaltung“ – DAW-Kampagnenbotschafter Bastian Schweinsteiger kickte mit Abgeordneten „Sport trifft Politik und Unterhaltung“ hieß es auf Einladung des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) am 27. November im Berliner eWerk. Die Veranstaltung fand im Rahmen der im Oktober dieses Jahres gestarteten DAW-Aufklärungskampagne „Wir spielen fair“ statt. Mit ihr setzt sich der DAW […]

Bastian Schweinsteiger wirbt nicht – er klärt auf

Zur Kritik an der Aufklärungskampagne der Deutschen Automatenwirtschaft mit Bastian Schweinsteiger

7. November 2018. Mit seiner Aufklärungskampagne informiert der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) in diesem Herbst über Regeln beim Automatenspiel in legalen Spielhallen. Bundesweit sind Motive mit den Kampagnenbotschaftern Bastian Schweinsteiger und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Branche zu sehen.

Der DAW grenzt sich mit seiner Aufklärungskampagne klar von illegalen Spielangeboten in den Städten und im Netz ab und setzt sich Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen! So fordert der Dachverband eine bundesweite Sperrdatei, biometrische Zugangssysteme für Spielhallen und die gesetzliche Verankerung von unabhängigen Spielhallen-Zertifizierungen.

„An der Lenkung des Spieltriebs der Menschen in legale verbraucherschützende Bahnen mitzuwirken, ist ein wichtiger Auftrag aus dem Glückspielstaatsvertrag, den wir als Anbieter des legalen gewerblichen Spiels erfüllen“, betont DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker. „Wir stellen uns der Verantwortung, die unser sensibles Produkt mit sich bringt, und danken Bastian Schweinsteiger, dass er uns hilft, aufzuklären, was das legale Spiel ausmacht und uns im Kampf gegen wachsende illegale Glücksspiel-Angebote unterstützt“, so Stecker weiter. „Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher die Regeln kennen, können sie legale Spielangebote, in denen Jugend- und Spielerschutz gelebt werden, von illegalen Angeboten ohne Spieler- und Jugendschutz unterscheiden.“

An der Aufklärungskampagne wird nun medial zum Teil Kritik geübt. Kampagnenbotschafter Bastian Schweinsteiger, so der Vorwurf, bewerbe das Glücksspiel. Erkennbares Ziel der Kampagne ist jedoch die Aufklärung über Regeln beim Automatenspiel und die Stärkung des Jugend- und Spielerschutzes. Bastian Schweinsteiger steht für Fairness und klare Regeln im Spiel. Jetzt unterstützt er den DAW in dessen Einsatz für Fairness und Regeln. Werbung für das Spiel ist das nicht.

Für eine sachliche Diskussion über die Kampagne und vielmehr zum übergeordneten Thema Glücksspielregulierung steht der DAW jederzeit zur Verfügung und bringt sich mit konkreten Vorschlägen ein.

Hintergrund:
Der DAW weist bereits seit Jahren immer wieder auf die Zunahme illegaler Angebote beim Automatenspiel und den überlasteten Vollzug sowie auf das sich immer weiter ausbreitende illegale Online-Spiel hin. Der DAW fordert eine strenge Regulierung aller Spielformen nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben, um Illegalität zu bekämpfen, Verbraucher zu schützen und dem legalen Spiel eine Zukunft zu geben. Auch vor diesem Hintergrund hat der DAW die aktuelle Aufklärungskampagne mit Bastian Schweinsteiger gestartet.

Weiterführende Informationen zum Thema unter:
www.automatenwirtschaft.de/kampagne2018

Rückfragen bitte an:
Thomas Knollmann
Leiter Presse und Kommunikation
Tel.: +49 (30) 24 08 77 85
Mobil: +49 171 29 85 382
E-Mail: tknollmann@automatenwirtschaft.de

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Aufstellunternehmen. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.

„Wir spielen fair“ – Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. startet Aufklärungskampagne mit Bastian Schweinsteiger zu fairen Regeln beim Automatenspiel

Berlin, 17. Oktober 2018. Wir spielen fair! Das ist die Botschaft der heute startenden Aufklärungskampagne des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW). Mit ihr setzt sich der DAW für ein geregeltes Automatenspiel in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten, ein. Im Zentrum der Kampagne: Fünf Regeln für ein faires Spiel. Botschafter der Aufklärungskampagne ist der bekannte Fußballer Bastian Schweinsteiger.

„Wir tragen Verantwortung für unsere Spielgäste. Deshalb treten wir für ein legales Spiel nach strengen Regeln und mit hohen Qualitätsstandards ein. Denn nur legale, verbraucherschützende und kontrollierte Spielhallen bieten einen geeigneten Rahmen für die Faszination des Automatenspiels. Aber nur, wenn der Verbraucher die Regeln kennt, kann er die legalen von den illegalen Angeboten unterscheiden und wissen, wo sauber und fair gespielt wird“, so Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft, zum Start der Kampagne.

„Wir sehen durch eine verfehlte Regulierung nur nach Größe und Abstand illegale Angebote wachsen. Dem müssen wir durch ein Umsteuern zugunsten der legalen ordentlichen Betriebe entgegenwirken“, so Stecker weiter.
Kampagnenbotschafter Bastian Schweinsteiger: „Fairness ist mir wichtig, egal, was man spielt. Deshalb unterstütze ich die Deutsche Automatenwirtschaft in ihrer Aufklärungskampagne für Regeln im Automatenspiel. Automatenspiel soll nur nach klaren und fairen Regeln stattfinden und in einem kontrollierten Umfeld, in dem man auf die Spieler achtet. Das ist Fair Play!“

Neben Bastian Schweinsteiger geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Automatenbranche der Kampagne ein Gesicht und klären auf Plakaten über die fünf Regeln für ein faires Spiel am Automaten auf. Sie stehen stellvertretend für die über 70.000 Beschäftigten in der Automatenwirtschaft, die sich täglich für ein geregeltes und legales Spiel einsetzen.

Wir spielen fair! Unsere fünf Regeln für ein faires Spiel:
1. Zutritt nur ab 18

  • Jugendschutz ist uns wichtig. Nur volljährige Spieler dürfen an unseren Geräten spielen.

2. Kein Alkohol

  • Bei uns herrscht ein strenges Alkoholverbot. Beim Spielen muss der Kopf klar sein!
  • …und das gilt schon seit 1985!

3. Geschultes Personal

  • Wir wollen mit Süchtigen kein Geld verdienen. Durch geschultes Personal kann Jugend- und Spielerschutz am besten umgesetzt werden.
  • Bislang wurden über 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult.

4. Spielerschutz

  • Wir setzen uns Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir fordern in ganz Deutschland Zutrittskontrollsysteme für Spielhallen, am besten biometrisch.
  • Eine bundesweite Sperrdatei ist zwingend notwendig, um Süchtige vor sich selbst zu schützen.

5. Geprüfte Qualität

  • Wir wollen, dass Spielhallen sich durch den TÜV zertifizieren lassen und dadurch unterstreichen, dass sie sich an einheitliche und hohe Qualitätsstandards halten.
  • Eine Zertifizierung sollte gesetzlich verankert werden.

Zur Ansicht der Kampagnenmaterialien bitte auf das Bild klicken.

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Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft, anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht am
26. September 2018:

„Mit spielsüchtigen Menschen wollen wir kein Geld verdienen. Deshalb setzen wir uns selbst Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir fordern in ganz Deutschland Zutrittskontrollsysteme für Spielhallen, am besten biometrisch, und in allen Ländern eine gesetzliche Verankerung der unabhängigen Spielhallen-Zertifizierung. Eine bundesweite Sperrdatei ist zwingend notwendig, um Süchtige vor sich selbst zu schützen.“

 

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Gemeinsames Papier zum Runden Tisch Zukunft der Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen

Gemeinsames Papier zum Runden Tisch Zukunft der Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen (abgestimmte Endfassung 02. Mai 2018)

Präambel

Auf Initiative des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. wurde ein Runder Tisch zur weiteren Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes in Zusammenhang mit dem gewerblichen Betrieb von Geldspielgeräten in allen Autobahnraststätten und allen Autohöfen ins Leben gerufen. Der Runde Tisch besteht aus den im Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) organisierten Verbänden der Automatenunternehmer und der Automatenindustrie, die Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, der Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V., (VEDA), aus Betreibern von Autobahnraststätten und Autohöfen sowie Suchthilfeexperten. Begleitet wird der Runde Tisch durch die zuständigen Fachabteilungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch den Arbeitsstab der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Die Teilnehmer des Runden Tisches bekennen sich ausdrücklich zu einem wirksamen Spieler- und Jugendschutz beim gewerblichen Betrieb von Geldspielgeräten in Autobahnraststätten und Autohöfen. Mit der Veröffentlichung dieses gemeinsamen Papiers wird der Grundstein für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz gemäß den gesetzlichen Vorgaben nach der SpielVO rund um die Automaten-Aufstellung in Autobahnraststätten und Autohöfen gelegt.
Ausdrückliches Ziel ist es, höchstmögliche Schutzqualität durch technische Sicherungsmaßnahmen und durch fachlich sensibilisiertes Personal sicherzustellen. Die Maßnahmen sind bis zum 10.11.2018 umzusetzen.1

  • Technische Maßnahmen zur Sicherstellung des Jugend- und Spielerschutzes
    In Autobahnraststätten und Autohöfen werden Geldspielgeräte nur dann betrieben, wenn gem. § 3 Abs. 1 Satz 3 SpielV bei den aufgestellten Geräten durch ständige Aufsicht und durch technische Sicherungsmaßnahmen die Einhaltung des Jugendschutzes gem. § 6 Abs.2 Jugendschutzgesetz sichergestellt ist. Es muss sichergestellt sein, dass kein Gerät unmittelbar bespielbar ist.2
  • Aufstellung der Geldspielgeräte
    Die Wahl des konkreten Aufstellplatzes der Geldspielgeräte erfolgt unter Berücksichtigung von Jugend- und Spielerschutzgesichtspunkten. Geldspielgeräte sollen nicht in unmittelbarer Nähe von EC-Cash-Automaten oder Warengeräten (z.B. Greifer, Kinderspielzeug, …), Kinderspielecken und Angeboten mit Kinderspielzeug aufgestellt werden. Der Aufstellplatz muss so gewählt werden, dass eine regelmäßige Sichtbeziehung zwischen Spielgast und Aufsichtspersonal besteht. Technische/elektronische Hilfsmittel zur Unterstützung der Servicemitarbeiter können eingesetzt werden.
  • Schulung des Personals
    Um der vorgeschriebenen Aufsicht gerecht werden zu können, kommt der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Belange des Jugend- und Spielerschutzes ganz besondere Bedeutung zu. Das Personal ist bedarfsgerecht zu schulen. Mindestens ein/e geschulte/r Mitarbeiter/in muss während der kompletten Betriebszeit anwesend sein. Onlineschulungen (E-Learning für Mitarbeiter mit Abschlusszertifikat) eignen sich besonders, um der branchentypischen Personalfluktuation Rechnung zu tragen und ermöglichen regelmäßige Nachschulungen. Die personalisierte Online-Schulung soll stichprobenartig festgestellt werden. Harmonisierte Prüfungsinhalte aller Schulungsanbieter werden befürwortet.
    VEDA und Tank & Rast bieten für ihre Mitgliedsbetriebe und Standorte eine einheitliche wissenschaftlich begleitete Schulung an.
  • Informationsmaterial
    Als Sofortmaßnahme wurden seitens der Automatenunternehmen ein Leitfaden für Aufstellunternehmer und eine Checkliste für Mitarbeiter in der Gastronomie bereitgestellt und verschickt.
    Das Maßnahmenpaket besteht aus einem Plakat mit allen spielrelevanten Informationen, einem Selbsttest-Flyer und einer Visitenkarte mit der Telefonnummer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Des Weiteren ist eine Versandaktion mit Visitenkarten des neuen Online-Selbsthilfeportals „Neustart“ von Prof. Dr. Steffen Moritz für Spielgäste erfolgt. Es soll lange Wartezeiten bis zu einem ärztlichen Termin überbrücken und den Betroffenen eine diskrete Möglichkeit bieten, erste Schritte zu unternehmen.
    Der Automatenunternehmer und der Gaststättenbetreiber kontrollieren regelmäßig, ob ausreichend fest angebrachte Informationsplakate/–tafeln sowie gedruckte Informationsmaterialien vor Ort sind und sorgen für die Nachversorgung und für die entsprechende Sensibilisierung des Servicepersonals. Alle relevanten Informationsmittel müssen für den Spielgast vor Spielaufnahme gut sichtbar vorliegen. Weitere zielführende Maßnahmen werden geprüft.
  • Überprüfung der Maßnahmen
    Die beschlossenen Maßnahmen sollen im September 2018 und im Dezember 2018 durch eine unabhängige Prüfung kontrolliert werden. Eine Ergebniszusammenfassung der Prüfberichte soll den Mitgliedern des Runden Tisches für eine Evaluation zur Verfügung gestellt werden, damit weitere Verbesserungen im Spieler- und Jugendschutz gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden können. Die beschlossenen Maßnahmen werden in Etappen umgesetzt. Verbesserungen werden dokumentiert und kommuniziert.

Im Juli 2019 wird erneut zu einem Runden Tisch eingeladen, um über Fortschritte zu berichten.

Zu 1: Hierzu wirken die Beteiligten Verbände auf ihre Mitgliedsunternehmen für die Umsetzung ein.
Zu 2: Es gelten die entsprechenden Übergangsvorschriften nach § 20 Abs. 2 SpielV.

Hier können Sie das Gemeinsame Papier als PDF herunterladen.

PM: Gemeinsames Papier des Runden Tischs stärkt den Jugend- und Spielerschutz in Raststätten und Autohöfen.

9. Juli 2018. Auf Initiative des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. wurde ein Runder Tisch zur Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes beim Automatenspiel in Autobahnraststätten und Autohöfen in Leben gerufen. Ergebnis ist ein Maßnahmenpaket (Gemeinsames Papier), das den Spieler- und Jugendschutz umfassend stärkt.

Teilnehmer des Runden Tisches sind die im Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) organisierten Verbände der Automatenunternehmer und der Automatenindustrie, die Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, die Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. (VEDA) sowie Suchthilfeexperten. Begleitet wurde der Runde Tisch durch die zuständigen Fachabteilungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch den Arbeitsstab der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler MdB.

Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft: „Mit dem umfangreichen Maßnahmenpaket im Gemeinsamen Papier stärken wir den Spieler- und Jugendschutz in Raststätten und Autohöfen erheblich. Gleichzeitig werden diese Aufstellorte gesichert, um erwachsenen Menschen, die vernünftig damit umgehen, Spielfreude bei einer Rast zu ermöglichen. Neu ist, dass es ein gemeinsames Werk aller Beteiligten ist. Bundesregierung, Suchthilfe, Verbände und Unternehmen haben sich zusammengesetzt und Regeln für einen besseren Verbraucherschutz in Raststätten und Autohöfen aufgestellt.“

Ausdrückliches Ziel des Maßnahmenpaketes ist es, höchstmöglichen Spieler- und Jugendschutz durch technische Sicherungsmaßnahmen an den Automaten und durch fachlich geschultes Personal zu bieten. So sind jetzt die Automaten erst dann bespielbar, wenn technisch geprüft ist, ob der Spielgast berechtigt ist. Zudem werden mit eigens entwickelten Schulungen bis November Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Raststätten und Autohöfe geschult. Zusätzlich wird das Informationsangebot zu sucht- und spielrelevanten Aspekten erweitert.

Auch die Wahl des Aufstellplatzes innerhalb der Raststätte wird neu geregelt. So sollen Geldspielgeräte z.B. nicht in unmittelbarer Nähe von EC-Cash-Automaten, Warengeräten oder Kinderspielecken stehen. Im September und im Dezember 2018 wird die Umsetzung unabhängig kontrolliert.

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
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Glücksspielmarkt neu einheitlich nach Qualitätskriterien regulieren! Illegalität durch Stärkung der legalen Angebote wirksam bekämpfen!

14. Juni 2018. Der Summit der Deutschen Automatenwirtschaft in Berlin widmete sich in diesem Jahr dem Thema Glücksspielregulierung in Deutschland. Ebenfalls in Berlin tagten zeitgleich die Ministerpräsidenten, die sich mit dem Glücksspielstaatsvertrag beschäftigten. Wie geht es weiter?

Mit Blick auf die laufende Diskussion der Glückspielregulierung in Deutschland erklärte Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft:

„Wir brauchen einen neuen Gesamtentwurf für alle Spielangebote! Die Neuordnung darf sich nicht auf einzelne Teilbereiche des Glücksspiels wie Sportwetten oder das Online-Spiel beschränken. Nur eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach strengen Qualitätsmaßstäben kann den Schwarzmarkt eindämmen, Verbraucher nachhaltig schützen und dem legalen Spiel eine Zukunft geben. Es macht keinen Sinn, wenn Spielhallen nach Abstand reguliert werden, während online an jedem Ort gespielt werden kann.“

Die Bundesländer gehen mittlerweile davon aus, dass über 20% des Glücksspielmarktes illegal sind. „Das ist Folge verfehlter Regulierung“, so Stecker. Er forderte in seiner Eröffnungsrede die konsequente Stärkung des legalen Spielangebotes, wie zum Beispiel Lotto, die Spielbanken oder das gewerbliche Automatenspiel: „Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein. Nur mit einem deutlich gestärkten legalen Angebot kann der Staat seinem Kanalisierungsauftrag nachkommen – nur so kann der Schwarzmarkt ausgetrocknet werden“, so Stecker weiter.

Die Deutsche Automatenwirtschaft geht mit konkreten Vorschlägen zur gesetzlichen Verankerung in ihrem Teilmarkt voran:

  • biometrischen Zutrittskontrolle in allen Spielhallen
  • bundesweite spielformübergreifende Sperrdatei
  • unabhängige Zertifizierung der Spielhallen nach Verbraucherschutzkriterien
  • qualifizierter Berufszugang zum Beruf des Automatenunternehmers
  • Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
    vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Aufstellunternehmern. Er ist zentraler Ansprechpartner für Politik, Verwaltung, Verbände, Wissenschaft sowie Medien auf Landes- und Bundesebene. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM. www.automatenwirtschaft.de

    Rückfragen an:
    Thomas Knollmann
    Leiter Presse und Kommunikation
    Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.
    Dachverband
    Dircksenstr. 49, 10178 Berlin
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    Tel. : +49 (30) 24 08 77 85
    Mobil: +49 171 29 85 382
    Email: tknollmann@automatenwirtschaft.de
    Internet: www.automatenwirtschaft.de
    Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg VR 32777 B

    Deutsche Automatenwirtschaft begrüßt Razzien gegen illegale Spielanbieter in Berlin

    Berlin, 27.9.2017 – Anlässlich der Razzien gegen illegale Café-Casinos in Berlin erklärt Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.:

    „Wir begrüßen Razzien gegen das illegale Spiel in Berlin. Mit Sorge sehen wir den Wildwuchs von Café-Casinos und des Spiels in Hinterzimmern. Hier wird der Spieler- und Jugendschutz mit Füßen getreten. Nur durch eine konsequente Stärkung des legalen Angebots und eine wirksame Bekämpfung der Illegalität können wir diesen Sumpf austrocknen.“

    Gern stehen wir Ihnen zu weitergehenden Informationen oder Interviews mit Herrn Stecker zur Verfügung.

    Erfolgreicher zweiter Parlamentarischer Abend der Automatenwirtschaft in Hessen – Ministerpräsident Bouffier zeigt Verständnis für die Anliegen der Branche.

    Gemeinsam mit dem Hessischen Münzautomaten-Verband e.V. (HMV) veranstaltete der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) am 02.05.2017 einen zweiten Parlamentarischen Abend in Wiesbaden. Die zahlreichen politischen Gäste konnten sich über neue biometrische Zugangskontrollen für Spielhallen umfassend informieren. Mehr als 50 Politiker und Mitarbeiter aus den Fraktionen des Hessischen Landtags folgten der Einladung von DAW und HMV. Mit Ministerpräsident Volker Bouffier und Wolfgang Greilich, Vizepräsident des Hessischen Landtags, nahmen wichtige politische Entscheider teil. Ebenfalls begrüßen konnte die Branche, Frau Bettina Stark-Watzinger, die Generalsekretärin der Hessischen FDP.

    Zu Beginn des Parlamentarischen Abends überreichten Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft, und Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des Hessischen Münzautomaten-Verbandes, eine Spende über 7.777 Euro an den Verein Projekt Schmetterling e.V. Dessen Schirmherrin Frau Ursula Bouffier war zur Übergabe selbst erschienen und bedankte sich in ihre Ansprache sehr herzlich für die großzügige Unterstützung.

    In seiner Begrüßung stellte Georg Stecker die neue Qualitätsinitative 2020 der Deutschen Automatenwirtschaft vor: „Immer mehr Unternehmen des gewerblichen Spiels unterziehen sich einer unabhängigen Zertifizierung. Gleichzeitig tritt die Deutsche Automatenwirtschaft für neue biometrische Zugangssysteme ein, die deutlich zuverlässiger und datensparsamer sind als die herkömmlichen. Diese neuen Lösungen sind die Zukunft des Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutzes.“ In seiner Ansprache forderte Stecker die Politik außerdem auf, Zertifizierung und biometrische Zugangssysteme zügig gesetzlich zu verankern. Der 1. Vorsitzende des hessischen Münzautomaten-Verbandes, Michael Wollenhaupt, wies in seinem Beitrag auch auf die Bedeutung der Arbeitsplätze in der Automatenwirtschaft hin: „ Mehr als 5.000 Menschen arbeiten in ganz Hessen in der Automatenwirtschaft. Viele wissen immer noch nicht, ob sie ab dem 1. Juli ihren Job verlieren, weil keine Klarheit besteht.“ Michael Wollenhaupt forderte, den Kommunen den notwendigen Spielraum zu lassen, um qualitativ guten Betrieben eine Überlebenschance gewähren zu können. Ministerpräsident Volker Bouffier lobte das Engagement der Unternehmen zur Qualitätssteigerung und widmete den Sorgen und Anliegen der Branche im Rahmen der Regulierung große Aufmerksamkeit.

    In zahlreichen guten Gesprächen wurden neue Kontakte mit der Politik in Hessen geknüpft und bestehende intensiviert.