Spielerschutz und Prävention bei der Deutschen Automatenwirtschaft

Wie bei jedem menschlichen Verhalten besteht auch beim Spielen die Gefahr, dass einige wenige Menschen pathologisches Fehlverhalten entwickeln. Dies betrifft in Deutschland nach aktuellen Studien ca. 0,19–0,56 % der erwachsenen Bevölkerung. Obwohl dies nur eine vergleichsweise kleine Minderheit ist, nimmt die Deutsche Automatenwirtschaft ein mögliches pathologisches Spielverhalten sehr ernst und ist sich hierbei ihrer unternehmerischen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Uns ist daran gelegen, diesen Menschen Hilfe zu vermitteln und sie nicht mit ihren Problemen und Sorgen alleine zu lassen.

Wir helfen, sich selbst zu helfen

Die Verbände der Unterhaltungsautomatenwirtschaft haben gemeinsam mit der Universität Bremen einen Fragenkatalog entwickelt, um jedem Spielgast Gelegenheit zu geben, sein eigenes Spielverhalten zu überprüfen.

Wenn ein Spielgast sein eigenes Spielverhalten einschätzen möchte, kann er den  Spielerschutz-Flyer öffnen und die dort gestellten Fragen beantworten .
Sollten  bei der Selbstüberprüfung mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet werden,  so empfehlen wir Ihnen unter der Telefonnummer des BZgA Kontakt zu einem geschulten Berater in Ihrer Region aufzunehmen und das Beratungs- und Therapieangebot zu nutzen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Tel.: 01801 372700 

(Festnetz 3,9 Cent/Min., Mobil max. 42 Cent/Min.)

Bereits seit 1989 ist ein Hinweis auf diese Telefonnummer gut sichtbar an den Frontscheiben von Geldspielgeräten und auf Aufstellern in Spielhallen und Gaststätten angebracht.

Sozialkonzepte sind Eckpfeiler der Prävention

Nach dem Sozialkonzept der Deutschen Automatenwirtschaft von 2010 legt die Deutsche Automatenwirtschaft mit dem Betrieblichen Sozialkonzept den Handlungsrahmen vor, mit dem die Ziele des Jugend- und Spielerschutzes und die rechtlichen Vorgaben des Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrages und die Ausführungsgesetze der Bundesländer eingelöst werden. Die Verbände der Deutschen Automatenwirtschaft haben sich zu verbindlichen Richtlinien und Zielen verpflichtet, die einen nachhaltigen Jugend-, Spieler und Verbraucherschutz garantieren.

Geschulte Personal ist das A und O der Prävention

Regelmäßig finden bundesweit Seminare mit einem großen Träger der freien Wohlfahrtspflege statt, in denen das Spielstättenservicepersonal für die Prävention und Früherkennung von problematischem Spielverhalten intensiv geschult wird. Im Jahr 2012 haben schon 14.000 Mitarbeiter/-innen von Spielstätten teilgenommen.

Wir gehen voran

Mit der Qualitätsinitiative 2020 haben wir Ziele vorgegeben, die weit über die gesetzlichen Regelungen hinaus gehen. Wir wissen, dass wir Jugend-, Spieler- und Verbraucherschutz nur gemeinsam mit den Partnern aus dem Hilfesystem, der kommunalen Verwaltung, der Politik sowie den Unternehmern effektiv gestalten können. Unter dem Motto „Gemeinsam. Lernen. Helfen.“ haben wir daher eine Plattform etabliert, bei der sich alle Beteiligten transparent über effektive Maßnahmen austauschen und die Zusammenarbeit stärken können.

Unsere Maßnahmen im Überblick

Hotline

Hilfe bei auffälligem Spielverhalten

Telefonische Beratung und Informationen erhalten Ratsuchende  bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Telefon 0180–1372700 (Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, höchstens 42 Cent pro Minute aus Mobilfunknetzen)

Spielerschutz

Die Deutsche Automatenwirtschaft nimmt das Problem übermäßigen Spielens sehr ernst. Ihr ist sowohl daran gelegen, die Zahl der pathologischen Spieler in Deutschland weiterhin gering zu halten, als auch effektive Aufklärungsarbeit zu leisten. Daher gelten bei uns strenge Regel. Wir haben, gemeinsam mit der Universität Bremen, einen Fragenkatalog entwickelt, um jedem Spielgast Gelegenheit zu geben, sein eigenes Spielverhalten zu überprüfen. Unsere Qualitätsinitiative 2020 setzt Ziele, die über die gesetzlichen Maßnahmen hinaus gehen und der Präventionstag bietet eine Plattform, für den intensiven Austausch  aller Beteiligen.

Sozialkonzepte

Nach dem Sozialkonzept der Deutschen Automatenwirtschaft von 2010 legt die Deutsche Automatenwirtschaft mit dem Betrieblichen Sozialkonzept den Handlungsrahmen vor, mit dem die Ziele des Jugend- und Spielerschutzes und die rechtlichen Vorgaben eingelöst werden sollen. Wir schulen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig in der Anwendung der Konzepte.
Eine Leseprobe des Betrieblichen Sozialkonzeptes können Sie hier einsehen.

Sachkunde: Prävention

Die Deutsche Automatenwirtschaft kooperiert seit 2011 mit freien Wohlfahrtsverbänden im Bereich der Frühintervention bei pathologischem Spielverhalten. So schult ein großer Träger der freien Wohlfahrtspflege in Kooperation mit der AWI bundesweit Mitarbeiter von Spielstätten sowie die Führungsebene der Unternehmen der Automatenwirtschaft. Ziel ist es, frühzeitig problematisches und pathologisches Spielverhalten zu erkennen und Betroffene in die örtlichen Hilfesysteme zu vermitteln.
Den Inhalt der Schulungen können Sie hier einsehen.

Unsere Regeln, einfach erklärt