DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker: „Qualitätskriterien müssen auch bei Spielhallen gelten.“

Berlin (ots) – Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), begrüßt die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, Sportwettkonzessionen künftig anhand qualitativer statt quantitativer Kriterien zu vergeben. „Die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz ist ein Paradigmenwechsel hin zur Qualität als Maßstab für Glücksspielregulierung“, sagt Stecker. „Umso unverständlicher ist es, dass die Länder weiterhin an den unsinnigen Mindestabständen und dem Verbot von Mehrfachkonzessionen bei Spielhallen festhalten.“ Die Länderchefs hatten auf ihrer Konferenz am 27. und 28. Oktober in Warnemünde beschlossen, die mengenmäßige Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten aufzuheben und stattdessen qualitative Kriterien anzuwenden.

Ab dem 31. Juli 2017 dürfen Spielhallen nur noch betrieben werden, wenn sie einen Mindestabstand von bis zu 500 Metern zueinander einhalten, ungeachtet jeglicher Qualitätskriterien.

„Die Absurdität der Mindestabstandsregelungen wird dadurch deutlich, dass einige Länder bei Unterschreitung des Mindestabstandes von Bestandsspielhallen sogar auslosen, welcher Betrieb schließen muss und wer überleben darf. Für die Unternehmer und deren Mitarbeiter sind diese Kündigungen aus der Lostrommel an Willkür nicht zu überbieten.“

Stecker fordert, dass auch bei den Spielhallen nicht mehr Größe und Abstand zueinander entscheiden sollten, sondern ebenfalls Qualitätskriterien: „Viele Spielhallen lassen sich heute schon freiwillig von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren“, so der Sprecher der Automatenwirtschaft weiter. „Wer das legale und spielerschützende Spiel gegenüber den zunehmenden illegalen Angeboten stärken will, sollte den richtigen Qualitätsgedanken der Sportwettregulierung auch auf die Automatenwirtschaft anwenden. Alles andere wäre systemwidrig und kontraproduktiv.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft zu Gast auf dem Landesparteitag der NRW-SPD in Bochum

Treffen des DAW-Vorstandssprechers Georg Stecker mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Auf dem Landesparteitag der SPD Nordrhein-Westfalen am vergangenen Samstag war die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) mit einem Informationsstand vertreten. Für die Branche stellten sich DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, Mario Hoffmeister (Gauselmann AG) und die DAW-Länderreferenten Nico Ernstberger und Norman Ilsemann sowie Klaus Heinen (AWI) den Fragen der Besucher. Es kam zu hochkarätigen Begegnungen.

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker traf sich mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die auch dem Stand der Deutschen Automatenwirtschaft einen Besuch abstattete. Zur Sprache kamen die wichtigen Themen der Branche: Verbraucherschutz, Biometrische Zugangskontrolle und Zertifizierung von Spielhallen. Georg Stecker: „Wir bekennen uns zur geprüfter Qualität von Spielhallen durch einen unabhängigen TÜV, zur daten- und personenschonenden Spielersperre und zum Verbraucherschutz. Die legalen, qualitätsbewussten Unternehmen in Nordrhein- Westfalen müssen eine Überlebenschance erhalten“, erklärte er gegenüber der Ministerpräsidentin.

In weiteren intensiven Gesprächen u.a. mit NRW-Innenminister Ralf Jäger, Finanzminister Dr. Walter Borjans sowie Verkehrsminister Michael Groschek, informierten die Branchenvertreter über die gesetzlichen Regeln und erläuterten die Unterschiede zwischen legalen und illegalen Angeboten. „Wir wollen nicht mit illegalen Glücksspielanbietern in einen Topf geworfen werden. Wir klären darüber auf, was eine legale und gute Spielhalle ausmacht. Nur in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten und die den Verbraucherschutz ernst nehmen, können Spielgäste gut und vor allem sicher spielen“, so DAW-Vorstandssprecher Stecker.

Von links nach rechts: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Nico Ernstberger und Norman Ilsemann, Länderreferenten Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.)

Von links nach rechts: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Nico Ernstberger und Norman Ilsemann, Länderreferenten Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.)

Automatenwirtschaft auf der Wirtschaftsschau der MIT – Gute Gespräche in Recklinghausen

Auf der diesjährigen Wirtschaftsschau der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) in Recklinghausen hatte die Automatenwirtschaft die Möglichkeit sich zu präsentieren. Für die Branche waren Horst Hartmann (DAV), Klaus-Dieter Leßmann (FORUM) und Nico Ernstberger (DAW) vor Ort. „Gerade im Vorfeld der gravierenden Auswirkungen durch neue Glücksspielgesetze, die Ende kommenden Jahres in Kraft treten, sind Gespräche mit Politik und Verwaltung immens wichtig“, erklärte Horst Hartmann (Deutscher Automatenverband) am Rande der Tagung. Laut Berechnungen der Automatenwirtschaft könnten bis zu 80 Prozent der Spielhallen in Nordrhein-Westfalen ab 2017 das Aus drohen. „Es sind ja nicht nur Unternehmer, die hier in ihrer Existenz bedroht sind. Vielmehr hängen hier auch viele tausend Arbeitsplätze am seidenen Faden“, sagte Hartmann und ergänzte, „Zudem wird ein Großteil der Vergnügungssteuer den Städten und Gemeinden nach 2017 dann nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Die Automatenwirtschaft plädiert in Gesprächen mit der Politik und der Öffentlichkeit schon lange dafür, nicht mehr quantitative Kriterien zu nutzen, sondern Spielhallen anhand von qualitativen Kritierien zu bewerten. Der Spieltrieb der Bevölkerung werde nicht abnehmen, nur weil ein Großteil der Spielhallen geschlossen werde, vielmehr würden viele Menschen ins Internet oder Cafecasinos gedrängt. In den Gesprächen mit den Delegierten der MIT ging es daher auch um neue Qualitätsstandards, die von der Branche umgesetzt werden, zum Schutz der Spieler. „Verbraucherschutz steht bei uns an oberster Stelle. Durch neue biometrische Zugangssysteme können wir ausschließen, dass Jugendliche und Minderjährige in eine Spielhalle gelangen. Zudem lassen wir unsere Spielhallen inzwischen durch den TÜV-Rheinland zertifizieren, um uns von illegalen Zockerbuden noch besser abzugrenzen“, so Hartmann.

FOTO: MIT  Im Gespräch mit der MIT NRW (v.l.n.r. Herr Klaus-Dieter Leßmann (FORUM), Herr Alexander Eisinger (Löwen-Entertainment), Herr Horst Hartmann (DAV), Herr Nico Ernstberger (DAW), Herr Dr. Günter Krings (MIT & MdB), Herr Carsten Linnemann (MIT-Bundesvorsitzender & MdB), Herr Andreas Ehlert (MIT).

FOTO: MIT
Im Gespräch mit der MIT NRW (v.l.n.r. Herr Klaus-Dieter Leßmann (FORUM), Herr Alexander Eisinger (Löwen-Entertainment), Herr Horst Hartmann (DAV), Herr Nico Ernstberger (DAW), Herr Dr. Günter Krings (MIT & MdB), Herr Carsten Linnemann (MIT-Bundesvorsitzender & MdB), Herr Andreas Ehlert (MIT).

Deutsche Automatenwirtschaft und Automatenverband Niedersachsen auf dem Landesparteitag der SPD-Niedersachsen

13.4.2016 – Die Deutsche Automatenwirtschaft und der Automatenverband Niedersachsen waren am vergangenen Samstag beim Landesparteitag der SPD-Niedersachsen in Braunschweig zu Gast. Der Vorsitzende des Automatenverbandes Niedersachsen, Heinz Basse, DAW-Länderreferent Norman Ilsemann und DAW-Pressereferentin Christine Kroke waren in der Volkswagenhalle für die Branche im Einsatz. Am gut platzierten Stand der Deutschen Automatenwirtschaft fanden sich dabei Ansprechpartner von der Kommunal – bis zur Landesebene ein.

So konnte man beispielsweise mit Olaf Lies, dem Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen über den Glücksspielstaatsvertrag sprechen, bei Georg Brockmeyer, Landesgeschäftsführer der niedersächsischen Sozialdemokraten, die Auswirkungen des Ausführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertrag zum Thema machen und mit Stephan Schostock, dem Oberbürgermeister der Stadt Hannover über den Wegfall von Spielhallen und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen für Städte und Kommunen diskutieren.

Weitere Gespräche führten die Vertreter der DAW und des AVN mit dem niedersächsischen Finanzminister, Peter-Jürgen Schneider, dem Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Gerd Will, und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Lühmann. Diskutiert wurde beispielsweise über die Auswirkungen des Ausführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertrag, über das EU-Pilotverfahren oder die Vergnügungssteuer.

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft fordert: „Glücksspielstaatsvertrag muss komplett auf den Prüfstand!“

14.03.2016 16:27 Uhr Berlin (ots) – Vor vier Jahren trat der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Er sollte ein ausgewogenes Regelwerk sein, das allen Geldgewinn- und Glücksspielformen gleichermaßen Entwicklungschancen bietet, sie aber auch mit Blick auf den Verbraucher- und Spielerschutz in engen Grenzen hält.

Mit heißer Nadel wollen die Bundesländer jetzt ein paar der gröbsten Webfehler des Staatsvertrages stopfen. So sollen anstelle der im Staatsvertrag vorgesehenen zwanzig Sportwettanbieter 35 oder sogar 45 Anbieter „geduldet“ werden oder eine jederzeit widerrufbare „vorläufige Erlaubnis“ bekommen.

„Niemand wird ernsthaft davon ausgehen können, dass damit der Rechtsfrieden im Bereich des Glücksspiels gesichert wird,“ erklärt Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft. Es sei völlig gleichgültig, was die Bundesländer unternehmen, um das Konzessionsverfahren bei den Sportwetten rechtssicher zu machen. „In jedem Falle werden sie die schon jetzt bestehende Schieflage im Glücksspielrecht noch weiter verschärfen und damit gegen unsere Verfassung und das Europarecht verstoßen“, zeigt sich Georg Stecker sicher. „Es kann doch nicht sein, dass man bei den Sportwetten, Dank später Einsicht, die Schleusen öffnet, Online-Casinos faktisch unbegrenzt tätig sein können und gleichzeitig im Bereich der Spielhallen ein willkürlicher Kahlschlag im Gange ist, der fünfzig und mehr Prozent der Spielhallen-Unternehmen die Existenz kosten wird.“

Das Chaos im deutschen Glücksspielwesen sei nicht – wie immer wieder behauptet – die Folge eines unzureichenden Gesetzesvollzugs. „Der Vollzug ist beim besten Willen nicht möglich, weil der gewählte Regelungsansatz die Probleme nicht löst. Deswegen muss der Staatsvertrag dringend neu überdacht werden,“ fordert Vorstandssprecher Georg Stecker. Der Ansatz, das Glücks- und Gewinnspiel über die Begrenzung der Angebotsmengen regulieren zu wollen, sei gescheitert und nach heutigen Erkenntnissen falsch. Wirksamer Spielerschutz verlange eine gute Qualität der Spielanbieter im Bereich Jugend- und Spielerschutz, die weit wichtiger sei, als z.B. die Größe der Spielhallen und der Abstand zwischen ihnen. Georg Stecker berichtet von den Konsequenzen, die der Dachverband der Deutschen Automatenwirtschaft daraus gezogen habe: „Wir bekennen uns zur geprüften Qualität von Spielhallen durch einen unabhängigen TÜV, zur daten- und personenschonenden Spielersperre und zur verbraucherschützenden Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So kann die Balance zwischen der gewünschten Spielfreude und dem notwendigen Spielerschutz gelingen.“

Stecker dazu weiter: „Es wird allerhöchste Zeit, den Glücksspielstaatsvertrag insgesamt auf den Prüfstand zu stellen und das Regelwerk an strengen Qualitätsmaßstäben auszurichten.“ Bis dahin sollten die Ministerpräsidenten den Vollzug des Staatsvertrages auf Länderebene aussetzen. „Nur auf diesem Weg werden wir zu einem vernünftigen und nachhaltigen Regelwerk für ein sozialverträgliches Glücksspielwesen in Deutschland kommen und nicht über halbherzige nur flickende Nachbesserungen,“ erklärt der Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft abschließend.

Spielhallen in Berlin – Neues Gesetz fördert das illegale Glücksspiel

10.02.2016 – 10:37 Uhr, Die Deutsche Automatenwirtschaft

Berlin (ots) – Vertreter der Fraktionen von SPD und CDU stellen heute in einer Pressekonferenz eine Gesetzesinitiative vor, mit der das Landesspielhallengesetz weiter verschärft werden soll. Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) reagiert darauf mit Unverständnis. Vorstandssprecher Georg Stecker: „Das geltende Landesspielhallengesetz in Berlin ist verfassungswidrig. Anstatt es jetzt zu verbessern, zementiert der Senat die Verfassungswidrigkeit noch weiter.“

Dies sei völlig unverständlich, weil auch die neue Gesetzesinitiative genau das Gegenteil von dem erreiche, was politisch gewollt sei. „Seriöse verbraucherschützende Spielhallen werden geschlossen, während die Illegalität in Berlin Auftrieb bekommt“, so Stecker.

Im Sommer 2016 endet die Übergangsfrist des Spielhallengesetzes in Berlin, nach dessen Inkrafttreten jetzt der größte Teil der konzessionierten ordentlichen Spielhallen schließen müssen. Ziel des geltenden Gesetzes wie auch der Gesetzesinitiative ist es, die Spielsucht durch eine drastische Reduzierung der Anzahl von Spielhallen einzudämmen. So soll der Abstand zwischen Spielhallen nicht mehr weniger als 500 Meter betragen. Auch zu Jugendeinrichtungen soll es einen Mindestabstand geben. Spielstandorte mit mehr als acht Spielgeräten sollen sogar ganz verboten werden. „In Zeiten massenhafter Spielangebote im Internet und des blühenden illegalen Glücksspiels in Berliner Hinterzimmern ist diese Beschneidung des legalen und gut kontrollierten Automatenspiels der falsche Weg“, gibt der Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft zu bedenken. Wenn das Landesspielhallengesetz so umgesetzt wird wie geplant, treibt es die Spielgäste in die Illegalität. Ohne Rücksicht auf ihre Qualität soll nur die Anzahl der Spielangebote reduziert werden. „Das ist so, als würde man mit dem Rasenmäher Unkraut jäten,“ kommentiert Georg Stecker.

Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. fordert von der Berliner Politik, auf qualitative Maßstäbe anstatt auf willkürliche Abstandsregelungen und ebenso willkürliche Beschränkungen der Größe von Spielhallen zu setzen. Der Vorsitzende Thomas Breitkopf fordert konkret: „Nur eine Spielstätte, die aktiven Spieler- und Verbraucherschutz betreibt, sich an Recht und Gesetz hält und das Sozialkonzept überzeugend praktiziert, soll auf dem Markt des gewerblichen Automatenspiels Bestand haben.“

Man habe in dieser Hinsicht schon große Initiativen entwickelt. „Schon heute lassen wir uns sehr streng auf die Finger schauen und unsere Spielstätten von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren. Hier werden die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der gelebte Spielerschutz regelmäßig geprüft“, ergänzt DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker

In Berlin boomt das unseriöse wie auch das illegale Spiel in so genannten Café-Casinos, in Sportwettbüros und Hinterzimmern. Ganze Straßenzüge und Stadtteile werden dadurch beherrscht. All diese Angebote werden durch das verfassungsrechtlich bedenkliche neue Berliner Spielhallengesetz nicht erfasst, ja geradezu gestärkt. Hinzu kommt, dass durch den Wegfall des überwiegenden Teils aller legalen Spielstätten der Hauptstadt Vergnügungssteuereinnahmen von rund 40 Millionen Euro entgehen. Einnahmen, die den Haushalten für viele wichtige Aufgaben fehlen.

„Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, die bisherigen Regulierungsansätze zu überdenken und qualitative Maßstäbe über den Verbleib von Spielstätten entscheiden zu lassen,“ so Georg Stecker und Thomas Breitkopf. „Wir wollen uns nicht mit einer Klagewelle gegen die aus unserer Sicht verfassungswidrigen Gesetze wehren müssen. Zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern wollen wir an einem Spielhallen-Konzept für die Zukunft arbeiten, das dem Spielbedürfnis der Berliner gerecht wird und einen höchstmöglichen Verbraucher- und Spielerschutz bietet.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft zu Gast auf dem Landesparteitag der SPD Rheinland-Pfalz

Rund 50 Tage vor der Landtagswahl startete die rheinland-pfälzische SPD mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer in die heiße Wahlkampfphase. Vor den Delegierten in Mainz sagte Dreyer, Rheinland-Pfalz sei für mittelständische Unternehmen ein attraktiver Standort. Als Ministerpräsidentin wolle sie die guten Rahmenbedingungen noch weiter verbessern. Zu den wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft gehörten der demographische Wandel und die Digitalisierung der Wirtschaft.

Im Ausstellungsbereich der Mainzer Lokhalle informierte Die Deutsche Automatenwirtschaft über die politischen Gegebenheiten in der Branche. Vertreter der Verbände hatten die Gelegenheit, Gespräche mit den Delegierten und Gästen des Parteitages zu führen – darunter Amts- und Mandatsträger aus Bund, Land und Kommunen.

Die Bemühungen der Branche bei den Themen Spieler- und Jugendschutz sowie bei der Zertifizierung von Spielhallen durch unabhängige TÜV-Organisationen wurden von allen Gesprächspartnern befürwortet.Die Standbesucher ermunterten die Unternehmen der Automatenwirtschaft, diese Bemühungen weiter zu verstärken.

Christian Quandt und Wolfgang Bauer im Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz  Foto: Reiner Voß / view - die agentur

Christian Quandt und Wolfgang Bauer im Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz Foto: Reiner Voß / view – die agentur

 

Die Deutsche Automatenwirtschaft auf dem Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg

Die Deutsche Automatenwirtschaft war im November auf dem Landesparteitag der CDU Baden- Württemberg in Rust als Gast mit einem Stand vertreten. Die Automatenbranche wurde vertreten durch Elfriede Lauser, Mitglied im Vorstand der Deutschen Automaten-Großhandels-Verband und der Mitglied im Vorstand der Deutschen Automatenwirtschaft, DAW-Länderreferent Christian Quandt und Alfred Haas als Repräsentant des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.

Bei einer Partie Kicker hatten die Branchenvertreter Gelegenheit, mit Guido Wolf, dem Spitzenkandidaten der CDU Baden Württemberg für die Landtagswahl 2016, und Thomas Strobl, dem Vorsitzenden der baden-württembergischen CDU ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen über die drängenden Themen der Automatenwirtschaft auszutauschen.

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Von links nach rechts: Thomas Strobel (CDU), Rainer Lauser (Lauser GmbH), Elfriede Lauser (Lauser GmbH), Guido Wolf (CDU), Alfreed Haas (Automatenverband Baden-Württemberg) und Christian Quandt (DAW)

Über 500 legale Berliner Spielhallen vor dem Aus

Automatenverband: Mehr als 90 Prozent verschwinden kommenden Sommer
Wenn die Übergangsfrist des Berliner Spielhallengesetzes im Sommer 2016 endet, müssen über 90 Prozent der konzessionierten Spielhallen in der Hauptstadt schließen. „Wir rechnen damit, dass von insgesamt 500 gewerblichen Spielhallen weniger als 50 übrigbleiben“, erklärt Thomas Breitkopf, Vorsitzender der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V.

In neun Monaten greift das Berliner Spielhallengesetz in seiner vollen Härte. Dann darf der Abstand zwischen Spielhallen von 500 Metern nicht mehr unterschritten werden. Mehrfachkonzessionen pro Gebäude sind gänzlich verboten. Doch die Regelungen werfen auch Fragen auf. Beispielsweise sei noch nicht geklärt, welche Spielhalle weichen müsse, wenn Abstandsregelungen nach dem Gesetz nicht eingehalten würden, erklärt Breitkopf. Dabei belegen neuste wissenschaftliche Untersuchungen, dass 93,5 Prozent der legalen Berliner Spielhallen von den Vorschriften betroffen sind.

Durch den Wegfall der legalen Angebote droht eine massive Abwanderung der Spielgäste in den unregulierten Markt. In Berlin boomt das illegale Spiel in so genannten Café-Casinos, Sportwettbüros und Hinterzimmern. Diese Angebote werden durch das Berliner Spielhallengesetz nicht erfasst. „Die Ausmaße sind alarmierend“, sagt Breitkopf. „Mittlerweile gibt es in Berlin einen fest etablierten illegalen Markt, der immer weiter wächst.“ Während in den legalen Spielhallen der Jugend- und Spielerschutz durch die Umsetzung des Sozialkonzeptes aktiv gelebt werde, finde in illegalen Angeboten gar keine soziale Kontrolle statt. Die Spielgäste seien sich dort selbst überlassen, so Breitkopf weiter.

„Das Berliner Spielhallengesetz, mit dem Ziel Spielsucht einzudämmen, hat versagt“, erklärt der Verbandsvorsitzende. „Anstatt verstärkt gegen das illegale Spiel vorzugehen, das sich nicht an die Bestimmungen des Spieler- und Jugendschutz hält, werden Unternehmen bestraft, die Steuern zahlen.“ Derzeit würden die Vergnügungssteuereinnahmen für die Hauptstadt rund 40 Millionen Euro betragen. Davon würden lediglich 0,5 Prozent in die Suchtforschung, Präventions- und Therapiearbeit fließen. Der Verbandsvorsitzende appelliert an die politischen Entscheidungsträger, die bisherigen Regulierungsmodelle zu überdenken und fordert, dass sich die beteiligten Akteure zusammensetzen, um im Dialog zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

Der Verband der Automatenkaufläute Berlin und Ostdeutschland e.V. vertritt die Interessen der Automatenunternehmer in Berlin und Brandenburg sowie in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er steht für das legale und innovative gewerbliche Automatenspiel in Spielhallen und Gastronomiebetrieben. Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. ist Mitglied im Bundesverband Automatenunternehmer e.V.

„Legal nicht egal“ – Deutsche Automatenwirtschaft startet neue bundesweite Aufklärungskampagne

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft startet heute in Nordrhein-Westfalen seine dritte bundesweite Aufklärungskampagne. Mit Plakaten, TV- und Radiospots, Anzeigen, Onlinebannern und auf zahlreichen weiteren Kanälen will die Deutsche Automatenwirtschaft Ihre Verantwortung und ihren Einsatz für ein legales geregeltes Spiel und für einen aktiven Spieler – und Jugendschutz erneut deutlich machen.

Kein Spiel ohne Regeln – das ist die Kernbotschaft des „Drei-Wort-Ansatzes“ der neuen Kommunikation. Der Ansatz nutzt die typischen Spielwalzen, die dem Logo der Deutschen Automatenwirtschaft entstammen. In auffälligem Korall-Rot setzt er dabei ein klares Signal und kommuniziert eingängige und greifbare Aussagen, ganz spielerisch und ohne dabei zu belehren.

Das Hauptmotiv „Legal nicht egal“ macht klar, dass in legalen Spielhallen klare Regeln zum Schutz der Spielerinnen und Spieler gelten.

Mit weiteren Slogans wie „Nur ab 18“ und kein Bier hier“ erklärt die Deutsche Automatenwirtschaft, dass in Spielhallen nur Erwachsene spielen dürfen und der Ausschank und Verzehr von Alkohol streng untersagt ist. Die Kunden sollen mit klarem Kopf spielen – dies ist nur eine der Botschaften der neuen Kampagne.

 „Unser Anliegen ist es, die Bevölkerung über die gesetzlichen Regeln aufzuklären, damit auch sie legale und illegale Angebote besser unterscheiden können. Wir wollen nicht mit illegalen Glücksspielanbietern in einen Topf geworfen werden und treten selbst aus eigener Überzeugung für einen wirksamen Verbraucherschutz ein. Wir klären darüber auf, was eine legale, eine gute Spielhalle ausmacht. Nur in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten und die den Verbraucherschutz ernst nehmen, können Spielgäste gut und vor allen Dingen sicher spielen“,

erklärt Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft.

Doch die Kampagne dient nicht nur der Aufklärung über Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen. Auch die Rolle der Deutschen Automatenwirtschaft als Arbeitgeber und Ausbilder für junge Menschen wird mit dem Slogan „Viele gute Jobs“ thematisiert. Unter dem Dach der Deutschen Automatenwirtschaft sind über 70.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt – mehrere hundert Jugendliche machen derzeit eine Ausbildung zum Automatenfachmann oder zur Automatenfachfrau.

Nach dem Start der Kampagne in Nordrhein-Westfalen folgen in den kommenden Tagen und Wochen weitere Bundesländer – zunächst Plakate in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Berlin. Parallel dazu werden ab dem 19. Oktober in den jeweiligen Bundesländern Werbespots bei privaten Radiosendern wie beispielsweise den NRW-Lokalradios, Antenne Niedersachsen oder 104.6 RTL Berlins Hit Radio laufen. Die Plakate werden vor allem an zentralen Knotenpunkten wie Flughäfen, Bahnhöfen und Markplätzen zu sehen sein.

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