Bundesweiter Aktionstag gegen Glücksspielsucht

Georg Stecker, Vorstandssprecher Die Deutsche Automatenwirtschaft, anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht am
26. September 2018:

„Mit spielsüchtigen Menschen wollen wir kein Geld verdienen. Deshalb setzen wir uns selbst Ziele für den Spielerschutz, die über die gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir fordern in ganz Deutschland Zutrittskontrollsysteme für Spielhallen, am besten biometrisch, und in allen Ländern eine gesetzliche Verankerung der unabhängigen Spielhallen-Zertifizierung. Eine bundesweite Sperrdatei ist zwingend notwendig, um Süchtige vor sich selbst zu schützen.“

 

Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW)
vertritt als Dachverband die Interessen der gesamten Branche – von der Industrie über den Großhandel bis hin zu den Aufstellunternehmern. Er ist gemeinsame Stimme der Branche gegenüber Politik, Verwaltung, Verbänden, Wissenschaft sowie Medien. Er vereint die vier Spitzenverbände der Branche – VDAI, DAGV, BA und FORUM.

Thomas Knollmann
Leiter Presse und Kommunikation
Tel. : +49 (30) 24 08 77 85 – Mobil: +49 171 29 85 382
tknollmann@automatenwirtschaft.de

DAW-Roadshow informierte in Halle (Saale) über die TÜV-Zertifizierung

Halle (Saale), 18.09.2018 Zahlreiche Automatenunternehmerinnen und -unternehmer aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen haben sich am 18. September in Halle (Saale) über die TÜV-Initiative der Deutschen Automatenwirtschaft informiert. Die Projektleitung der Roadshow liegt beim
FORUM der Automatenunternehmer e.V.

In immer mehr Ländern wolle man weg von der rein quantitativen Regulierung und Qualität als entscheidendes Regulierungs-Kriterium an die Stelle setzen, stellte DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker in seinem Grußwort heraus. Dabei biete eine Zertifizierung einen wichtigen Anhaltspunkt, welche Spielhallen verantwortungsbewusst geführt werden. Das erkenne die Politik zunehmend, so Stecker, der riet, sich so schnell wie möglich zertifizieren zu lassen.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Restle, Stellvertretender Vorsitzender FORUM der Automatenunternehmer e.V. Restle berichtete auch aus der Praxis und teilte seine wertvollen Erfahrungen bei der Spielhallen-Zertifizierung mit den Anwesenden. Neben Restle berichtete auch TÜV-Botschafter Thomas Böhm von der Zertifizierung seiner Spielhallen und warb für deren Vorteile aus unternehmerischer Sicht. Eine Zertifizierung helfe, Qualität bis ins kleinste Detail zu leben und sei ein positives Signal für die Spielgäste, betonten Restle und Böhm. Guido Plettner, TÜV Rheinland, erläuterte den Ablauf eines TÜV-Audits und beantwortete, neben Restle und Böhm, die Fragen der interessierten Unternehmerinnen und Unternehmer.

Martin Restle (links) im Gespräch mit Thomas Böhm. Rechts: Guido Plettner. Foto: DAW

Hintergrund: Mit ihrer Qualitätsinitiative 2020 setzt sich die DAW für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz ein. Wichtiges Ziel ist die gesetzliche Verankerung der unabhängigen Spielhallen-Zertifizierung.

Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und Hessischer Münzautomatenverband e.V. (HMV) treffen Ministerpräsident Volker Bouffier beim Landesparteitag der CDU Hessen in Offenbach

Offenbach, 17.09.2018 Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Hessische Münzautomatenverband e.V. (HMV) waren beim Programmparteitag der CDU Hessen in Offenbach wieder mit einer Ausstellungsfläche vertreten. Michael Wollenhaupt (1. Vorsitzender HMV), Michael Stang (2. Vorsitzender HMV) und DAW-Länderbeauftragter Andreas Rey konnten dort den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier begrüßen. Auch Generalsekretär Manfred Pentz MdL besuchte den DAW-Stand.

Der Ministerpräsident begrüßte die Qualitätsinitiative 2020 der Deutschen Automatenwirtschaft, mit der diese sich für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz einsetzt. Im Gespräch mit den Branchenvertretern betonte Bouffier, die Politik wolle und solle den Menschen nicht vorschreiben, ob sie spielen dürfen. Spieler- und Jugendschutz müssten jedoch an oberster Stelle stehen. Dies gewährleisteten nur die legalen Anbieter. Das gemeinsame Ziel von Politik und Branche müsse es sein, das illegale Glücksspiel vom Markt zu verdrängen, so der Ministerpräsident.

In den vielen Gesprächen mit Delegierten standen die Auswirkungen des Hessischen Spielhallengesetzes, die Notwendigkeit qualitativer Kriterien in der Glücksspielregulierung sowie der Jugend- und Spielerschutz im Fokus.


V. l. n. r.: Ministerpräsident Volker Bouffier, Michael Wollenhaupt (HMV) und
Michael Stang (HMV)
Foto: DAW

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. luden zum Parlamentarischen Abend in Schwerin

Schwerin, 05.09.2018 Zahlreiche Gäste aus den Landtagsfraktionen, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns, Kammern, Unternehmensverbänden sowie Branchenvertreter sind am 4. September der Einladung des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. zum Parlamentarischen Abend in Schwerin gefolgt. Im Schlosscafé des Schweriner Schlosses, Sitz des Landtages, wurden sie von Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, und Steffen Rehr, 2. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V., begrüßt.

„Der Glücksspielstaatsvertrag der Länder ist erkennbar gescheitert“, stellte Georg Stecker in seinem Grußwort fest. Zwar sei in Mecklenburg-Vorpommern in Bezug auf die Spielhallen bisher mit Augenmaß reguliert worden, in vielen anderen Bundesländern jedoch sei dies nicht der Fall, so der DAW-Vorstandssprecher. Unter der verfehlten Regulierung litten nicht nur die legalen Anbieter – die Unternehmen der Automatenwirtschaft, Lotto und die Spielbanken –, sondern auch der Jugend- und Verbraucherschutz. „Allenthalben wächst die Illegalität rasant,
terrestrisch und online. Nur ein kompletter Neuanfang durch einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben kann Verbraucher nachhaltig schützen und das legale Spiel stärken. Qualität ist der einzige Maßstab, der zur Regulierung taugt und er muss konsequent angewendet werden“, so Stecker.

In ihrem Grußwort begrüßte Beate Schlupp, Erste Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, die Forderung der Deutschen Automatenwirtschaft, nach qualitativen Gesichtspunkten zu regulieren. „Wer sein Unternehmen anständig führt, sich an Recht und Gesetz hält, wer Arbeitsplätze schafft, Steuern zahlt und in seiner Spielhalle konsequent auf Qualität setzt, der verdient die uneingeschränkte Unterstützung der Politik“, appellierte Steffen Rehr an die Entscheidungsträger. Der 2. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland stellte die Qualitätsinitiative 2020 vor. Mit ihr setzt sich die Deutsche Automatenwirtschaft für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz durch biometrische Systeme zur Einlasskontrolle in Spielhallen und eine unabhängige Zertifizierung ein.

Rehr lud die Anwesenden ein, die biometrische Systeme zur Einlasskontrolle vor Ort zu testen. Diese Möglichkeit nutzten die politischen Gäste ebenso rege wie die Gelegenheit, sich mit Branchenvertretern persönlich über die Regulierung im Land Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen.

Foto: V. l. n. r.: Vincent Kokert (Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion), Thomas Breitkopf
(1. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. und Präsident
des Bundesverbandes Automatenunternehmer e.V.), Georg Stecker (Vorstandssprecher des Dachverbandes
Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.), Beate Schlupp (Erste Vizepräsidentin des Landtages), Jochen Schulte
(Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion) und Steffen Rehr (2. Vorsitzender des Verbandes
der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V.)
Foto: DAW

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. luden zum Parlamentarischen Abend in Magdeburg

Magdeburg, 31.08.2018 Zahlreiche prominente Gäste aus den Landtagsfraktionen, der Landesregierung, Unternehmensverbänden, Lotto Sachsen-Anhalt sowie Branchenvertreter sind am 30. August der Einladung des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. nach Magdeburg gefolgt. Beim Parlamentarischen Abend wurden sie von Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, und Thomas Breitkopf, 1. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. sowie Präsident des Bundesverbandes Automatenunternehmer e.V. (BA), begrüßt. Die Gäste nutzten den Abend im Hundertwasser-Haus in der Grünen Zitadelle, um sich im persönlichen Gespräch mit Branchenvertretern über die Regulierung im Land Sachsen-Anhalt und den Glücksspielstaatsvertrag auszutauschen.

„Das Glücksspiel in Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland steht vor einer entscheidenden Wende“, stellte Georg Stecker in seinem Grußwort fest. „Der Glücksspielstaatsvertrag der Länder ist erkennbar gescheitert. Allenthalben nimmt die Illegalität rasant zu, terrestrisch und online“, so der DAW-Vorstandssprecher. Darunter litten die legalen Anbieter – die Unternehmen der Automatenwirtschaft, Lotto und die Spielbanken – massiv. Gleichzeitig werde der Verbraucher getäuscht und leide der Jugend- und Spielerschutz unter der verfehlten Regulierung.
„Nur ein kompletter Neuanfang durch einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben kann Verbraucher nachhaltig schützen und das legale Spiel stärken“, so der DAW-Vorstandssprecher.

„Qualität ist der einzige Maßstab, der als Regulierungs-Kriterium taugt“, stellte Thomas Breitkopf in seinem Grußwort klar. „Dieser Maßstab muss streng angewandt werden“, forderte der 1. Vorsitzende des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. und BA-Präsident. Breitkopf stellte den Anwesenden die Qualitätsinitiative 2020 der Branche vor, mit der sich die Deutsche Automatenwirtschaft konsequent für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz durch biometrische Zugangserkennung zu Spielhallen und eine unabhängige
Zertifizierung einsetzt.

Die Gelegenheit, die geforderten biometrischen Zugangssysteme vor Ort anzusehen und zu testen, nutzten die politischen Gäste rege.

V. l. n. r: Ralf von Einem (Geschäftsführer Lotto Sachsen-Anhalt), Thomas Breitkopf (1. Vorsitzender des Verbandes der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. und BA-Präsident), Siegfried Borgwardt (Fraktionsv orsitzender CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt) und Georg Stecker (DAW-Vorstandssprecher) Foto: DAW/Rayk Weber

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zu Gast beim Parlamentarischen Abend des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und des Hessischen Münzautomaten-Verbandes e.V. (HMV) in Wiesbaden

Wiesbaden, 22.08.2018 Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sind am 22. August der Einladung der Deutschen Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und des Hessischen Münzautomaten-Verbandes nach Wiesbaden gefolgt. Beim Parlamentarischen Abend in der Landeshauptstadt wurden sie von
Georg Stecker, DAW-Vorstandssprecher, und Michael Wollenhaupt, 1. Vorsitzender des HMV, begrüßt. Moderiert wurde der Abend von HMV-Vorstandsmitglied Christoph Schwarzer. Die Gäste, darunter viele Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Kommunalpolitiker, nutzten den Abend,
um sich mit Branchenvertretern über die Regulierung im Land Hessen und die Situation um den Glücksspielstaatsvertrag auszutauschen. Besonderer Gast war Ministerpräsident Volker Bouffier. Bouffier betonte in seiner Rede, die Politik wolle und solle den Menschen nicht vorschreiben, ob sie spielen dürfen. Dennoch müssten Spieler- und Jugendschutz hierbei an oberster Stelle stehen. Dies gewährleisteten nur die legalen Anbieter, so Bouffier. Der Ministerpräsident begrüßte ausdrücklich die unabhängige Zertifizierung durch TÜV-Organisationen nach Spieler- und Jugendschutzkriterien.

„Wir erleben derzeit, dass aktuell rein quantitative Regulierungsansätze die legalen Spielangebote schwächen und Freizeitspieler in illegale Angebote im Internet, in Hinterzimmern oder in die Scheingastronomie gedrängt werden“, stellte Georg Stecker fest. „Nur eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach einheitlichen Qualitätsmaßstäben kann Grau- und Schwarzmärkte eindämmen, Verbraucher nachhaltig schützen und das legale Spiel stärken. Es macht keinen Sinn, wenn Spiel-hallen nach Abstand und Größe reguliert werden, während illegal online an jedem Ort und zu jeder Zeit gespielt werden kann“, so der DAW-Vorstandssprecher weiter.

Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer LOTTO Hessen, lobte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit der Automatenbranche und hob das gemeinsame Interesse hervor, das illegale Spiel zu bekämpfen und das legale Spiel zu stärken. Lutz Wagner, ehemaliger Fußballbundesliga-Schiedsrichter, unterhielt mit einem kurzweiligen Vortrag über Entscheidungen in Stresssituationen. Bei der Veranstaltung wurde die Bärenherz-Stiftung für schwerstkranke Kinder mit einer Spende der Branche bedacht, die durch die Gäste nochmals aufgestockt wurde.

V. l. n. r: Christoph Schwarzer (HMV), Michael Wollenhaupt (HMV), Michael Stang (HMV), Ministerpräsident Volker Bouffier MdL, Georg Stecker (DAW), Andreas Rey (DAW)
Fotonachweis: DAW/Rhode

NRW-Landtagsabgeordnete und Vertreter der Automatenwirtschaft übergaben Tischkicker an die Caritas-Einrichtung „Jugend und Wohnen“ in Wegberg (NRW)

Foto: V.l.n.r.: Dr. Christian Untrieser MdL, Stefanie Fritz-Begas (Erziehungsleiterin), Martin Fester (Leiter „Jugend und Wohnen“), Thomas Schnelle MdL, Dr. Daniel Henzgen (Löwen Entertainment), Nico Ernstberger (Länderreferent DAW), Horst Hartmann (DAV-Vorstandsmitglied)

Die CDU-Landtagsabgeordneten aus NRW Thomas Schnelle und Dr. Christian Untrieser besuchten am 27.07.2018 gemeinsam mit DAV-Vorstandsmitglied Horst Hartmann sowie Dr. Daniel Henzgen, Bevollmächtigter der Geschäftsführung für Politik und Außenbeziehung von Löwen Entertainment, und DAW-Länderreferent Nico Ernstberger die Caritas-Einrichtung „Jugend und Wohnen“ in der Nähe von Heinsberg. Dort übergaben sie Weiterlesen

Hessischer Innenminister Peter Beuth und Arbeitskreis Innenpolitik der CDU-Landtagsfraktion besuchen Spielhalle in Darmstadt

Foto: V.l.n.r.: Dieter Kuhlmann (Gauselmann AG), Irmgard Klaff-Isselmann MdL,
Manfred Stoffers (Gauselmann AG), Christoph Schwarzer (HMV), Innenminister Peter Beuth MdL, Alexander Bauer MdL, Michael Stang (HMV) und Andreas Rey (DAW)

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat am 2. August 2018 im Rahmen seiner Sommerbereisung, gemeinsam mit den Abgeordneten des Arbeitskreises Innenpolitik der CDU-Landtagsfraktion, eine Merkur Spielhalle in Darmstadt besucht.

Neben Dieter Kuhlmann und Manfred Stoffers, beide im Vorstand der Gauselmann Gruppe, begrüßten auch Michael Stang , 2. Vorsitzender des Hessischen Münzautomaten-Verbands (HMV), Christoph Schwarzer, Beisitzer im Vorstand des HMV, und Andreas Rey, Beauftragter für Länderkommunikation der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), die Gäste aus Wiesbaden. Diese konnten sich bei ihrem Besuch einen Einblick in den Geschäftsbetrieb der Spielhalle verschaffen – natürlich nicht, ohne die in Hessen gesetzlich vorgeschriebene Zugangskontrolle durch das Spielersperrsystem OASIS zu durchlaufen. Den Besuchern wurde auch das Zugangssystem der Firma Gauselmann, das auf Grundlage biometrischer Gesichtserkennung funktioniert, vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit bekräftigten die Branchenvertreter gegenüber den Politikern noch einmal ihren Wunsch nach bundesweit einheitlichen Zugangskontrollen.

In den Gesprächen konnten die Positionen und Initiativen der Branche für einen qualitativen Regulierungsansatz zur Weiterentwicklung des Jugend- und Spielerschutzes sowie für die Zertifizierung qualitativer Standards durch unabhängige Prüfgesellschaften verdeutlicht werden. Der Vorstoß der Branche stieß bei der Politik auf große Zustimmung. Auch die Frage, wie das illegale Online-Glücksspiel wirksam bekämpft und gleichzeitig legale Angebote gestärkt werden können, wurde diskutiert. Weiteres Thema war die Neuauflage des Glücksspielstaatsvertrages.

Deutscher Automaten-Verband e.V. (DAV) NRW und Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) luden zum Parlamentarischen Abend in den Düsseldorfer Rheinturm

Mehr als 120 Gäste aus Politik, Verwaltung und Suchthilfe tauschten sich mit den anwesenden Branchenvertretern über die aktuelle Regulierung in Nordrhein-Westfalen und die Lage rund um den Glücksspielstaatsvertrag aus. Neben Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, begrüßten DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstand Horst Hartmann die zahlreich anwesenden Abgeordneten aus dem Nordrhein-Westfälischen Landtag und weitere Gäste.

Mit Blick auf die Digitalisierung fast aller Lebensbereiche stellte Georg Stecker in seinem Grußwort eine Schieflage innerhalb der gegenwärtigen Glücksspielregulierung fest: „Konsumenten fehlt das Unrechtsbewusstsein, wenn sie im Internet Glücksspielangebote nutzen, da mittlerweile fast alle Alltagsdinge online geregelt werden. Und die Abstandregelungen zwischen Spielhallen machen daher jetzt schon keinen Sinn, wenn die gleichen Spiele online angeboten werden und damit auf jedem Smartphone und an jedem Ort verfügbar sind!“ Für Stecker kommt nur ein kompletter Neuanfang durch einen neuen Glücksspielstaatsvertrag und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach strengen Qualitätsmaßstäben in Frage. In dieser Diskussion komme Nordrhein-Westfalen eine herausragende Position zu. Zur Situation in NRW forderte Stecker Landtag und Landesregierung auf, den begonnenen Prozess rund um die „Zukunftsfähige Spielhalle“ wieder aufzunehmen, um den Spielgästen die Faszination des Spiels in einem geschützten Rahmen und den legalen Unternehmen der Automatenwirtschaft eine planbare Zukunft zu sichern.

Andreas Kötter, Sprecher der Geschäftsführung von WestLotto, brachte in seinem Grußwort die gegenwärtige Regulierungsdiskussion auf den Punkt: „Es geht nicht um die Frage ‚Staat gegen Privat‘, sondern um die Frage ‚legal gegen illegal‘!“ In der Digitalisierung sieht er nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, etwa durch neue Vertriebswege für Glücksspielprodukte. WestLotto sieht er in der Verantwortung, sich der Herausforderung der Digitalisierung zu stellen.

Neben biometrischen Zugangssystemen für Spielhallen und Automaten in der Gastronomie, konnten die Gäste einen Ausflug in virtuelle Welten machen. In verschiedenen Spielmodi testeten sie ihre eigenen und die virtuellen Grenzen aus. Die Gäste hatten darüber hinaus die Möglichkeit, an einem Kicker-Turnier teilnehmen. Die vier besten Mannschaften gewannen je einen Kickertisch, der für einen sozialen Zweck gespendet wird. Das Kicker-Turnier wurde begleitet von dem bekannten ehemaligen Bundesliga-Trainer Falko Götz, der durch Vermittlung von DAV-Vorstand Wolfgang Pütz gewonnen werden konnte.

Foto: V.l.n.r.: Steffen Stumpf (Geschäftsführer Westdeutsche Spielbanken/Westspiel), Georg Stecker (Sprecher des Vorstandes des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft), Horst Hartmann (Vorstandsmitglied DAV), Christoph Dammermann (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie), Andreas Kötter (Sprecher der Geschäftsführung Westlotto), Karl Besse (Ehrenvorsitzender DAV)

Gemeinsames Papier zum Runden Tisch Zukunft der Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen

Gemeinsames Papier zum Runden Tisch Zukunft der Automatenaufstellung auf Raststätten und Autohöfen (abgestimmte Endfassung 02. Mai 2018)

Präambel

Auf Initiative des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. wurde ein Runder Tisch zur weiteren Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes in Zusammenhang mit dem gewerblichen Betrieb von Geldspielgeräten in allen Autobahnraststätten und allen Autohöfen ins Leben gerufen. Der Runde Tisch besteht aus den im Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) organisierten Verbänden der Automatenunternehmer und der Automatenindustrie, die Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, der Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V., (VEDA), aus Betreibern von Autobahnraststätten und Autohöfen sowie Suchthilfeexperten. Begleitet wird der Runde Tisch durch die zuständigen Fachabteilungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie durch den Arbeitsstab der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.

Die Teilnehmer des Runden Tisches bekennen sich ausdrücklich zu einem wirksamen Spieler- und Jugendschutz beim gewerblichen Betrieb von Geldspielgeräten in Autobahnraststätten und Autohöfen. Mit der Veröffentlichung dieses gemeinsamen Papiers wird der Grundstein für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz gemäß den gesetzlichen Vorgaben nach der SpielVO rund um die Automaten-Aufstellung in Autobahnraststätten und Autohöfen gelegt.
Ausdrückliches Ziel ist es, höchstmögliche Schutzqualität durch technische Sicherungsmaßnahmen und durch fachlich sensibilisiertes Personal sicherzustellen. Die Maßnahmen sind bis zum 10.11.2018 umzusetzen.1

  • Technische Maßnahmen zur Sicherstellung des Jugend- und Spielerschutzes
    In Autobahnraststätten und Autohöfen werden Geldspielgeräte nur dann betrieben, wenn gem. § 3 Abs. 1 Satz 3 SpielV bei den aufgestellten Geräten durch ständige Aufsicht und durch technische Sicherungsmaßnahmen die Einhaltung des Jugendschutzes gem. § 6 Abs.2 Jugendschutzgesetz sichergestellt ist. Es muss sichergestellt sein, dass kein Gerät unmittelbar bespielbar ist.2
  • Aufstellung der Geldspielgeräte
    Die Wahl des konkreten Aufstellplatzes der Geldspielgeräte erfolgt unter Berücksichtigung von Jugend- und Spielerschutzgesichtspunkten. Geldspielgeräte sollen nicht in unmittelbarer Nähe von EC-Cash-Automaten oder Warengeräten (z.B. Greifer, Kinderspielzeug, …), Kinderspielecken und Angeboten mit Kinderspielzeug aufgestellt werden. Der Aufstellplatz muss so gewählt werden, dass eine regelmäßige Sichtbeziehung zwischen Spielgast und Aufsichtspersonal besteht. Technische/elektronische Hilfsmittel zur Unterstützung der Servicemitarbeiter können eingesetzt werden.
  • Schulung des Personals
    Um der vorgeschriebenen Aufsicht gerecht werden zu können, kommt der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Belange des Jugend- und Spielerschutzes ganz besondere Bedeutung zu. Das Personal ist bedarfsgerecht zu schulen. Mindestens ein/e geschulte/r Mitarbeiter/in muss während der kompletten Betriebszeit anwesend sein. Onlineschulungen (E-Learning für Mitarbeiter mit Abschlusszertifikat) eignen sich besonders, um der branchentypischen Personalfluktuation Rechnung zu tragen und ermöglichen regelmäßige Nachschulungen. Die personalisierte Online-Schulung soll stichprobenartig festgestellt werden. Harmonisierte Prüfungsinhalte aller Schulungsanbieter werden befürwortet.
    VEDA und Tank & Rast bieten für ihre Mitgliedsbetriebe und Standorte eine einheitliche wissenschaftlich begleitete Schulung an.
  • Informationsmaterial
    Als Sofortmaßnahme wurden seitens der Automatenunternehmen ein Leitfaden für Aufstellunternehmer und eine Checkliste für Mitarbeiter in der Gastronomie bereitgestellt und verschickt.
    Das Maßnahmenpaket besteht aus einem Plakat mit allen spielrelevanten Informationen, einem Selbsttest-Flyer und einer Visitenkarte mit der Telefonnummer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Des Weiteren ist eine Versandaktion mit Visitenkarten des neuen Online-Selbsthilfeportals „Neustart“ von Prof. Dr. Steffen Moritz für Spielgäste erfolgt. Es soll lange Wartezeiten bis zu einem ärztlichen Termin überbrücken und den Betroffenen eine diskrete Möglichkeit bieten, erste Schritte zu unternehmen.
    Der Automatenunternehmer und der Gaststättenbetreiber kontrollieren regelmäßig, ob ausreichend fest angebrachte Informationsplakate/–tafeln sowie gedruckte Informationsmaterialien vor Ort sind und sorgen für die Nachversorgung und für die entsprechende Sensibilisierung des Servicepersonals. Alle relevanten Informationsmittel müssen für den Spielgast vor Spielaufnahme gut sichtbar vorliegen. Weitere zielführende Maßnahmen werden geprüft.
  • Überprüfung der Maßnahmen
    Die beschlossenen Maßnahmen sollen im September 2018 und im Dezember 2018 durch eine unabhängige Prüfung kontrolliert werden. Eine Ergebniszusammenfassung der Prüfberichte soll den Mitgliedern des Runden Tisches für eine Evaluation zur Verfügung gestellt werden, damit weitere Verbesserungen im Spieler- und Jugendschutz gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden können. Die beschlossenen Maßnahmen werden in Etappen umgesetzt. Verbesserungen werden dokumentiert und kommuniziert.

Im Juli 2019 wird erneut zu einem Runden Tisch eingeladen, um über Fortschritte zu berichten.

Zu 1: Hierzu wirken die Beteiligten Verbände auf ihre Mitgliedsunternehmen für die Umsetzung ein.
Zu 2: Es gelten die entsprechenden Übergangsvorschriften nach § 20 Abs. 2 SpielV.

Hier können Sie das Gemeinsame Papier als PDF herunterladen.