Schlag gegen das legale Spiel in Deutschland! – Bundesverfassungsgericht bestätigt die harten Maßnahmen der Bundesländer gegen das legale Spiel in Deutschland. Automatenwirtschaft befürchtet Wachstum des illegalen Glücksspielmarktes.

„Dies ist ein Schlag gegen das legale gewerbliche Spielangebot in Deutschland“ erklärte Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.. Mit seiner heute veröffentlichten Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht die verfassungsrechtlichen Bedenken der Automatenwirtschaft leider nicht geteilt. Es werde zu einer radikalen Reduzierung der legalen Spielhallen in Deutschland kommen. „Wir befürchten, dass dadurch illegale Spielangebote im Internet oder in Hinterzimmern massiven Auftrieb erhalten werden. Dies steht im Widerspruch zu den Zielen des Glücksspielstaatsvertrages.“ Die Deutsche Automatenwirtschaft setzt sich klar für ein legales verbraucherschützendes Spiel ein und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Lenkung der Spielbedürfnisse der Bevölkerung in geordnete und kontrollierte Bahnen. Damit entspricht sie einem wichtigen Ziel der deutschen Glücksspielpolitik. „Es bleibt zu hoffen, dass Politik und Verwaltung ihrer Verantwortung gerecht werden und vernünftige pragmatische Lösungen finden, die auch in Zukunft ein ausreichendes legales Spielangebot gewährleisten und damit ein Ausweichen in die Illegalität verhindern. Die Deutsche Automatenwirtschaft ist dabei ein ehrlicher und verlässlicher Partner.“ Und schließlich gehe es auch noch um die Rettung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen in der Automatenwirtschaft. „Die Menschen, die sich in den letzten Jahren besonders in den Bereichen Spielerschutz und Suchtprävention qualifiziert haben und entsprechend verantwortungsvoll arbeiten, können nicht verstehen, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren sollen“, so Stecker im Anschluss an die Urteilsverkündung.

1. Präventionstag der Deutschen Automatenwirtschaft in Stuttgart – Gemeinsam. Lernen. Helfen.

Unter dem Motto „Gemeinsam. Lernen. Helfen.“ fand am 04. April der 1. Präventionstag der Branche in Stuttgart statt. Die neue Plattform auf Initiative des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) mit Unterstützung durch den Bundesverband Automatenunternehmer e.V. und moderiert durch die SWR-Journalistin Angelika Hensolt, soll den Austausch zwischen Vertretern des Hilfesystems und der Automatenwirtschaft aufbauen, verstetigen und intensivieren. Begleitet durch ein Grußwort der Stuttgarter Bundestagsabgeordneten und Gesundheitsexpertin Karin Maag (CDU) eröffnete Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., den Präventionstag:

„Jugend- und Spielerschutz sind für uns kein Marketinginstrument und kein Selbstzweck, schließlich geht es bei uns um das Angebot eines sensiblen Produkts“ sagte Stecker zu Beginn der Veranstaltung. „Aus diesem Grund ist eine isolierte Betrachtung wenig hilfreich. Vielmehr gelingen Fortschritte nur im partnerschaftlichen konstruktiven Austausch aller Beteiligten, ja in enger Zusammenarbeit. Therapie- und Hilfeeinrichtungen leisten bei der Einhaltung und bei der Umsetzung des Spielerschutzes einen ganz wesentlichen Teil der Prävention und Hilfe bei problematischen Spielverhalten.“

Die zahlreichen Teilnehmer aus Landtag, Ministerien, Hilfesystem und Automatenwirtschaft hatten am 1. Präventionstag die Gelegenheit, sich ein vielfältiges Bild über neue biometrische Zugangssysteme, die Zertifizierung von Spielhallen und Erfahrungen aus der gelebten Praxis in Beratungsstellen zu machen. In verschiedenen Workshops machten die Teilnehmer von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu verschiedenen Themen direkt an der Diskussion zu beteiligen. Michael Mühleck, 1. Vorsitzender des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg e.V., wies anschließend auf die dramatischen Folgen der gegenwärtigen rein quantitativen Regulierung hin:

„Jetzt sollen viele legale gut geführte Spielhallen geschlossen und geschulte Mitarbeiter entlassen werden. Das hat nichts mit Jugend- und Spielerschutz zu tun. Wir brauchen stattdessen dringend eine Kehrtwende in Richtung Qualitätsmaßstäbe.“

Alle Teilnehmer waren sich nach einem erfolgreichen Präventionstag einig, dass man den begonnenen guten Austausch kontinuierlich weiterentwickeln soll, zum Nutzen der Betroffenen. „Präventionstage der Deutschen Automatenwirtschaft sind auch in weiteren Bundesländern geplant“, kündigte Stecker am Ende des Tages an.

Georg Stecker begrüßt die anwesenden Teilnehmer aus Landtag, Ministerien, Hilfesystem und Automatenwirtschaft zum 1. DAW-Präventionstag in Stuttgart

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker: „Qualitätskriterien müssen auch bei Spielhallen gelten.“

Berlin (ots) – Georg Stecker, Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), begrüßt die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz, Sportwettkonzessionen künftig anhand qualitativer statt quantitativer Kriterien zu vergeben. „Die Entscheidung der Ministerpräsidentenkonferenz ist ein Paradigmenwechsel hin zur Qualität als Maßstab für Glücksspielregulierung“, sagt Stecker. „Umso unverständlicher ist es, dass die Länder weiterhin an den unsinnigen Mindestabständen und dem Verbot von Mehrfachkonzessionen bei Spielhallen festhalten.“ Die Länderchefs hatten auf ihrer Konferenz am 27. und 28. Oktober in Warnemünde beschlossen, die mengenmäßige Begrenzung der Konzessionen für Sportwetten aufzuheben und stattdessen qualitative Kriterien anzuwenden.

Ab dem 31. Juli 2017 dürfen Spielhallen nur noch betrieben werden, wenn sie einen Mindestabstand von bis zu 500 Metern zueinander einhalten, ungeachtet jeglicher Qualitätskriterien.

„Die Absurdität der Mindestabstandsregelungen wird dadurch deutlich, dass einige Länder bei Unterschreitung des Mindestabstandes von Bestandsspielhallen sogar auslosen, welcher Betrieb schließen muss und wer überleben darf. Für die Unternehmer und deren Mitarbeiter sind diese Kündigungen aus der Lostrommel an Willkür nicht zu überbieten.“

Stecker fordert, dass auch bei den Spielhallen nicht mehr Größe und Abstand zueinander entscheiden sollten, sondern ebenfalls Qualitätskriterien: „Viele Spielhallen lassen sich heute schon freiwillig von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren“, so der Sprecher der Automatenwirtschaft weiter. „Wer das legale und spielerschützende Spiel gegenüber den zunehmenden illegalen Angeboten stärken will, sollte den richtigen Qualitätsgedanken der Sportwettregulierung auch auf die Automatenwirtschaft anwenden. Alles andere wäre systemwidrig und kontraproduktiv.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft zu Gast auf dem Landesparteitag der NRW-SPD in Bochum

Treffen des DAW-Vorstandssprechers Georg Stecker mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Auf dem Landesparteitag der SPD Nordrhein-Westfalen am vergangenen Samstag war die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) mit einem Informationsstand vertreten. Für die Branche stellten sich DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, Mario Hoffmeister (Gauselmann AG) und die DAW-Länderreferenten Nico Ernstberger und Norman Ilsemann sowie Klaus Heinen (AWI) den Fragen der Besucher. Es kam zu hochkarätigen Begegnungen.

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker traf sich mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die auch dem Stand der Deutschen Automatenwirtschaft einen Besuch abstattete. Zur Sprache kamen die wichtigen Themen der Branche: Verbraucherschutz, Biometrische Zugangskontrolle und Zertifizierung von Spielhallen. Georg Stecker: „Wir bekennen uns zur geprüfter Qualität von Spielhallen durch einen unabhängigen TÜV, zur daten- und personenschonenden Spielersperre und zum Verbraucherschutz. Die legalen, qualitätsbewussten Unternehmen in Nordrhein- Westfalen müssen eine Überlebenschance erhalten“, erklärte er gegenüber der Ministerpräsidentin.

In weiteren intensiven Gesprächen u.a. mit NRW-Innenminister Ralf Jäger, Finanzminister Dr. Walter Borjans sowie Verkehrsminister Michael Groschek, informierten die Branchenvertreter über die gesetzlichen Regeln und erläuterten die Unterschiede zwischen legalen und illegalen Angeboten. „Wir wollen nicht mit illegalen Glücksspielanbietern in einen Topf geworfen werden. Wir klären darüber auf, was eine legale und gute Spielhalle ausmacht. Nur in legalen Spielhallen, die sich an Recht und Gesetz halten und die den Verbraucherschutz ernst nehmen, können Spielgäste gut und vor allem sicher spielen“, so DAW-Vorstandssprecher Stecker.

Von links nach rechts: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Nico Ernstberger und Norman Ilsemann, Länderreferenten Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.)

Von links nach rechts: Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Nico Ernstberger und Norman Ilsemann, Länderreferenten Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.)

Automatenwirtschaft auf der Wirtschaftsschau der MIT – Gute Gespräche in Recklinghausen

Auf der diesjährigen Wirtschaftsschau der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) in Recklinghausen hatte die Automatenwirtschaft die Möglichkeit sich zu präsentieren. Für die Branche waren Horst Hartmann (DAV), Klaus-Dieter Leßmann (FORUM) und Nico Ernstberger (DAW) vor Ort. „Gerade im Vorfeld der gravierenden Auswirkungen durch neue Glücksspielgesetze, die Ende kommenden Jahres in Kraft treten, sind Gespräche mit Politik und Verwaltung immens wichtig“, erklärte Horst Hartmann (Deutscher Automatenverband) am Rande der Tagung. Laut Berechnungen der Automatenwirtschaft könnten bis zu 80 Prozent der Spielhallen in Nordrhein-Westfalen ab 2017 das Aus drohen. „Es sind ja nicht nur Unternehmer, die hier in ihrer Existenz bedroht sind. Vielmehr hängen hier auch viele tausend Arbeitsplätze am seidenen Faden“, sagte Hartmann und ergänzte, „Zudem wird ein Großteil der Vergnügungssteuer den Städten und Gemeinden nach 2017 dann nicht mehr zur Verfügung stehen.“

Die Automatenwirtschaft plädiert in Gesprächen mit der Politik und der Öffentlichkeit schon lange dafür, nicht mehr quantitative Kriterien zu nutzen, sondern Spielhallen anhand von qualitativen Kritierien zu bewerten. Der Spieltrieb der Bevölkerung werde nicht abnehmen, nur weil ein Großteil der Spielhallen geschlossen werde, vielmehr würden viele Menschen ins Internet oder Cafecasinos gedrängt. In den Gesprächen mit den Delegierten der MIT ging es daher auch um neue Qualitätsstandards, die von der Branche umgesetzt werden, zum Schutz der Spieler. „Verbraucherschutz steht bei uns an oberster Stelle. Durch neue biometrische Zugangssysteme können wir ausschließen, dass Jugendliche und Minderjährige in eine Spielhalle gelangen. Zudem lassen wir unsere Spielhallen inzwischen durch den TÜV-Rheinland zertifizieren, um uns von illegalen Zockerbuden noch besser abzugrenzen“, so Hartmann.

FOTO: MIT  Im Gespräch mit der MIT NRW (v.l.n.r. Herr Klaus-Dieter Leßmann (FORUM), Herr Alexander Eisinger (Löwen-Entertainment), Herr Horst Hartmann (DAV), Herr Nico Ernstberger (DAW), Herr Dr. Günter Krings (MIT & MdB), Herr Carsten Linnemann (MIT-Bundesvorsitzender & MdB), Herr Andreas Ehlert (MIT).

FOTO: MIT
Im Gespräch mit der MIT NRW (v.l.n.r. Herr Klaus-Dieter Leßmann (FORUM), Herr Alexander Eisinger (Löwen-Entertainment), Herr Horst Hartmann (DAV), Herr Nico Ernstberger (DAW), Herr Dr. Günter Krings (MIT & MdB), Herr Carsten Linnemann (MIT-Bundesvorsitzender & MdB), Herr Andreas Ehlert (MIT).

Deutsche Automatenwirtschaft und Automatenverband Niedersachsen auf dem Landesparteitag der SPD-Niedersachsen

13.4.2016 – Die Deutsche Automatenwirtschaft und der Automatenverband Niedersachsen waren am vergangenen Samstag beim Landesparteitag der SPD-Niedersachsen in Braunschweig zu Gast. Der Vorsitzende des Automatenverbandes Niedersachsen, Heinz Basse, DAW-Länderreferent Norman Ilsemann und DAW-Pressereferentin Christine Kroke waren in der Volkswagenhalle für die Branche im Einsatz. Am gut platzierten Stand der Deutschen Automatenwirtschaft fanden sich dabei Ansprechpartner von der Kommunal – bis zur Landesebene ein.

So konnte man beispielsweise mit Olaf Lies, dem Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen über den Glücksspielstaatsvertrag sprechen, bei Georg Brockmeyer, Landesgeschäftsführer der niedersächsischen Sozialdemokraten, die Auswirkungen des Ausführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertrag zum Thema machen und mit Stephan Schostock, dem Oberbürgermeister der Stadt Hannover über den Wegfall von Spielhallen und die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen für Städte und Kommunen diskutieren.

Weitere Gespräche führten die Vertreter der DAW und des AVN mit dem niedersächsischen Finanzminister, Peter-Jürgen Schneider, dem Wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Gerd Will, und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Lühmann. Diskutiert wurde beispielsweise über die Auswirkungen des Ausführungsgesetzes zum Glücksspielstaatsvertrag, über das EU-Pilotverfahren oder die Vergnügungssteuer.

Der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft fordert: „Glücksspielstaatsvertrag muss komplett auf den Prüfstand!“

14.03.2016 16:27 Uhr Berlin (ots) – Vor vier Jahren trat der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Er sollte ein ausgewogenes Regelwerk sein, das allen Geldgewinn- und Glücksspielformen gleichermaßen Entwicklungschancen bietet, sie aber auch mit Blick auf den Verbraucher- und Spielerschutz in engen Grenzen hält.

Mit heißer Nadel wollen die Bundesländer jetzt ein paar der gröbsten Webfehler des Staatsvertrages stopfen. So sollen anstelle der im Staatsvertrag vorgesehenen zwanzig Sportwettanbieter 35 oder sogar 45 Anbieter „geduldet“ werden oder eine jederzeit widerrufbare „vorläufige Erlaubnis“ bekommen.

„Niemand wird ernsthaft davon ausgehen können, dass damit der Rechtsfrieden im Bereich des Glücksspiels gesichert wird,“ erklärt Georg Stecker, Sprecher des Vorstandes des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft. Es sei völlig gleichgültig, was die Bundesländer unternehmen, um das Konzessionsverfahren bei den Sportwetten rechtssicher zu machen. „In jedem Falle werden sie die schon jetzt bestehende Schieflage im Glücksspielrecht noch weiter verschärfen und damit gegen unsere Verfassung und das Europarecht verstoßen“, zeigt sich Georg Stecker sicher. „Es kann doch nicht sein, dass man bei den Sportwetten, Dank später Einsicht, die Schleusen öffnet, Online-Casinos faktisch unbegrenzt tätig sein können und gleichzeitig im Bereich der Spielhallen ein willkürlicher Kahlschlag im Gange ist, der fünfzig und mehr Prozent der Spielhallen-Unternehmen die Existenz kosten wird.“

Das Chaos im deutschen Glücksspielwesen sei nicht – wie immer wieder behauptet – die Folge eines unzureichenden Gesetzesvollzugs. „Der Vollzug ist beim besten Willen nicht möglich, weil der gewählte Regelungsansatz die Probleme nicht löst. Deswegen muss der Staatsvertrag dringend neu überdacht werden,“ fordert Vorstandssprecher Georg Stecker. Der Ansatz, das Glücks- und Gewinnspiel über die Begrenzung der Angebotsmengen regulieren zu wollen, sei gescheitert und nach heutigen Erkenntnissen falsch. Wirksamer Spielerschutz verlange eine gute Qualität der Spielanbieter im Bereich Jugend- und Spielerschutz, die weit wichtiger sei, als z.B. die Größe der Spielhallen und der Abstand zwischen ihnen. Georg Stecker berichtet von den Konsequenzen, die der Dachverband der Deutschen Automatenwirtschaft daraus gezogen habe: „Wir bekennen uns zur geprüften Qualität von Spielhallen durch einen unabhängigen TÜV, zur daten- und personenschonenden Spielersperre und zur verbraucherschützenden Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So kann die Balance zwischen der gewünschten Spielfreude und dem notwendigen Spielerschutz gelingen.“

Stecker dazu weiter: „Es wird allerhöchste Zeit, den Glücksspielstaatsvertrag insgesamt auf den Prüfstand zu stellen und das Regelwerk an strengen Qualitätsmaßstäben auszurichten.“ Bis dahin sollten die Ministerpräsidenten den Vollzug des Staatsvertrages auf Länderebene aussetzen. „Nur auf diesem Weg werden wir zu einem vernünftigen und nachhaltigen Regelwerk für ein sozialverträgliches Glücksspielwesen in Deutschland kommen und nicht über halbherzige nur flickende Nachbesserungen,“ erklärt der Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft abschließend.

Spielhallen in Berlin – Neues Gesetz fördert das illegale Glücksspiel

10.02.2016 – 10:37 Uhr, Die Deutsche Automatenwirtschaft

Berlin (ots) – Vertreter der Fraktionen von SPD und CDU stellen heute in einer Pressekonferenz eine Gesetzesinitiative vor, mit der das Landesspielhallengesetz weiter verschärft werden soll. Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) reagiert darauf mit Unverständnis. Vorstandssprecher Georg Stecker: „Das geltende Landesspielhallengesetz in Berlin ist verfassungswidrig. Anstatt es jetzt zu verbessern, zementiert der Senat die Verfassungswidrigkeit noch weiter.“

Dies sei völlig unverständlich, weil auch die neue Gesetzesinitiative genau das Gegenteil von dem erreiche, was politisch gewollt sei. „Seriöse verbraucherschützende Spielhallen werden geschlossen, während die Illegalität in Berlin Auftrieb bekommt“, so Stecker.

Im Sommer 2016 endet die Übergangsfrist des Spielhallengesetzes in Berlin, nach dessen Inkrafttreten jetzt der größte Teil der konzessionierten ordentlichen Spielhallen schließen müssen. Ziel des geltenden Gesetzes wie auch der Gesetzesinitiative ist es, die Spielsucht durch eine drastische Reduzierung der Anzahl von Spielhallen einzudämmen. So soll der Abstand zwischen Spielhallen nicht mehr weniger als 500 Meter betragen. Auch zu Jugendeinrichtungen soll es einen Mindestabstand geben. Spielstandorte mit mehr als acht Spielgeräten sollen sogar ganz verboten werden. „In Zeiten massenhafter Spielangebote im Internet und des blühenden illegalen Glücksspiels in Berliner Hinterzimmern ist diese Beschneidung des legalen und gut kontrollierten Automatenspiels der falsche Weg“, gibt der Vorstandssprecher der Deutschen Automatenwirtschaft zu bedenken. Wenn das Landesspielhallengesetz so umgesetzt wird wie geplant, treibt es die Spielgäste in die Illegalität. Ohne Rücksicht auf ihre Qualität soll nur die Anzahl der Spielangebote reduziert werden. „Das ist so, als würde man mit dem Rasenmäher Unkraut jäten,“ kommentiert Georg Stecker.

Der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e.V. fordert von der Berliner Politik, auf qualitative Maßstäbe anstatt auf willkürliche Abstandsregelungen und ebenso willkürliche Beschränkungen der Größe von Spielhallen zu setzen. Der Vorsitzende Thomas Breitkopf fordert konkret: „Nur eine Spielstätte, die aktiven Spieler- und Verbraucherschutz betreibt, sich an Recht und Gesetz hält und das Sozialkonzept überzeugend praktiziert, soll auf dem Markt des gewerblichen Automatenspiels Bestand haben.“

Man habe in dieser Hinsicht schon große Initiativen entwickelt. „Schon heute lassen wir uns sehr streng auf die Finger schauen und unsere Spielstätten von unabhängigen TÜV-Organisationen zertifizieren. Hier werden die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der gelebte Spielerschutz regelmäßig geprüft“, ergänzt DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker

In Berlin boomt das unseriöse wie auch das illegale Spiel in so genannten Café-Casinos, in Sportwettbüros und Hinterzimmern. Ganze Straßenzüge und Stadtteile werden dadurch beherrscht. All diese Angebote werden durch das verfassungsrechtlich bedenkliche neue Berliner Spielhallengesetz nicht erfasst, ja geradezu gestärkt. Hinzu kommt, dass durch den Wegfall des überwiegenden Teils aller legalen Spielstätten der Hauptstadt Vergnügungssteuereinnahmen von rund 40 Millionen Euro entgehen. Einnahmen, die den Haushalten für viele wichtige Aufgaben fehlen.

„Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, die bisherigen Regulierungsansätze zu überdenken und qualitative Maßstäbe über den Verbleib von Spielstätten entscheiden zu lassen,“ so Georg Stecker und Thomas Breitkopf. „Wir wollen uns nicht mit einer Klagewelle gegen die aus unserer Sicht verfassungswidrigen Gesetze wehren müssen. Zusammen mit den politischen Entscheidungsträgern wollen wir an einem Spielhallen-Konzept für die Zukunft arbeiten, das dem Spielbedürfnis der Berliner gerecht wird und einen höchstmöglichen Verbraucher- und Spielerschutz bietet.“

Die Deutsche Automatenwirtschaft zu Gast auf dem Landesparteitag der SPD Rheinland-Pfalz

Rund 50 Tage vor der Landtagswahl startete die rheinland-pfälzische SPD mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer in die heiße Wahlkampfphase. Vor den Delegierten in Mainz sagte Dreyer, Rheinland-Pfalz sei für mittelständische Unternehmen ein attraktiver Standort. Als Ministerpräsidentin wolle sie die guten Rahmenbedingungen noch weiter verbessern. Zu den wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft gehörten der demographische Wandel und die Digitalisierung der Wirtschaft.

Im Ausstellungsbereich der Mainzer Lokhalle informierte Die Deutsche Automatenwirtschaft über die politischen Gegebenheiten in der Branche. Vertreter der Verbände hatten die Gelegenheit, Gespräche mit den Delegierten und Gästen des Parteitages zu führen – darunter Amts- und Mandatsträger aus Bund, Land und Kommunen.

Die Bemühungen der Branche bei den Themen Spieler- und Jugendschutz sowie bei der Zertifizierung von Spielhallen durch unabhängige TÜV-Organisationen wurden von allen Gesprächspartnern befürwortet.Die Standbesucher ermunterten die Unternehmen der Automatenwirtschaft, diese Bemühungen weiter zu verstärken.

Christian Quandt und Wolfgang Bauer im Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz  Foto: Reiner Voß / view - die agentur

Christian Quandt und Wolfgang Bauer im Gespräch mit Innenminister Roger Lewentz Foto: Reiner Voß / view – die agentur

 

Die Deutsche Automatenwirtschaft auf dem Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg

Die Deutsche Automatenwirtschaft war im November auf dem Landesparteitag der CDU Baden- Württemberg in Rust als Gast mit einem Stand vertreten. Die Automatenbranche wurde vertreten durch Elfriede Lauser, Mitglied im Vorstand der Deutschen Automaten-Großhandels-Verband und der Mitglied im Vorstand der Deutschen Automatenwirtschaft, DAW-Länderreferent Christian Quandt und Alfred Haas als Repräsentant des Automaten-Verband Baden-Württemberg e.V.

Bei einer Partie Kicker hatten die Branchenvertreter Gelegenheit, mit Guido Wolf, dem Spitzenkandidaten der CDU Baden Württemberg für die Landtagswahl 2016, und Thomas Strobl, dem Vorsitzenden der baden-württembergischen CDU ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen über die drängenden Themen der Automatenwirtschaft auszutauschen.

CDU_Baden_Württemberg

Von links nach rechts: Thomas Strobel (CDU), Rainer Lauser (Lauser GmbH), Elfriede Lauser (Lauser GmbH), Guido Wolf (CDU), Alfreed Haas (Automatenverband Baden-Württemberg) und Christian Quandt (DAW)